Ei­sen­mann ge­gen ge­plan­ten Bil­dungs­rat

Bietigheimer Zeitung - - Vorderseit­e -

Schu­le Ba­den-Würt­tem­berg und Bay­ern dro­hen mit Aus­stieg aus dem Gre­mi­um.

Grain­au. Ba­den-Würt­tem­berg und Bay­ern dro­hen da­mit, dem ge­plan­ten Na­tio­na­len Bil­dungs­rat fern­zu­blei­ben. „Ich glau­be wir müs­sen aus die­sem Na­tio­na­len Bil­dungs­rat über­le­gen aus­zu­stei­gen“, sag­te Bay­erns Re­gie­rungs­chef Mar­kus Sö­der (CSU) vor der Mi­nis­ter­prä­si­den­ten­kon­fe­renz im Schloss El­mau. „Es läuft in ei­ne fal­sche Rich­tung. Es wird ein bü­ro­kra­ti­sches Mon­strum, das am En­de aus Ber­lin in die klei­nen Schul­stu­ben hin­ein­re­giert und in die Klas­sen­zim­mer.“Das kön­ne nicht sein.

Auch Ba­den-Würt­tem­bergs Kul­tus­mi­nis­te­rin Su­san­ne Ei­sen­mann (CDU) äu­ßer­te sich ähn­lich kri­tisch: „Ich hal­te den Na­tio­na­len Bil­dungs­rat für ein über­flüs­si­ges Gre­mi­um. Wir brau­chen kein Gre­mi­um, das auf Bun­des­ebe­ne Vor­ga­ben für lan­des­ho­heit­li­che Auf­ga­ben ent­wi­ckelt“, sag­te die Ko­or­di­na­to­rin der uni­ons­ge­führ­ten Bil­dungs­mi­nis­te­ri­en. Statt­des­sen soll­ten die Län­der in ei­nem Staats­ver­trag ver­bind­li­che und ein­heit­li­che Stan­dards für deutsch­land­weit ver­gleich­ba­re Bil­dung re­geln, et­wa für ein­heit­li­che Schul­ab­schlüs­se in al­len Schul­ar­ten.

Den Auf­bau des Na­tio­na­len Bil­dungs­rats hat­ten Uni­on und SPD im Ko­ali­ti­ons­ver­trag ver­ein­bart. Er soll aus Ex­per­ten aus Bund und Län­dern be­ste­hen und Emp­feh­lun­gen aus­spre­chen, wie man et­wa die Ver­gleich­bar­keit des Abiturs ver­bes­sern oder ei­nen Um­zug von Fa­mi­li­en mit Schul­kin­dern von ei­nem Bun­des­land in ein an­de­res er­leich­tern kann.

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