Gemm­rig­heim stärkt die Se­nio­ren­ar­beit

Bietigheimer Zeitung - - Besigheim Und Umgebung -

Ge­mein­de­rat Uli und Ro­se Schwei­ker sol­len für die Ge­mein­de als Se­nio­ren­be­auf­trag­te An­sprech­part­ner sein.

„Die An­zahl der äl­te­ren Mit­bür­ger wird im­mer grö­ßer“, sag­te Bür­ger­meis­ter Jörg Frau­ham­mer in der letz­ten Ge­mein­de­rats­sit­zung, und es sei wich­tig, de­ren Be­dürf­nis­se und An­sprü­che mehr in den Mit­tel­punkt zu rü­cken. Als Bei­spie­le nann­te er die Mo­bi­li­tät, die Bar­rie­re­frei­heit und die bes­se­re Teil­ha­be am Ge­mein­de­le­ben.

Die Ge­mein­de mach­te sich auf die Su­che nach ge­eig­ne­ten Bür­gern und wur­de bei ei­nem Ehe­paar fün­dig, das im Ort be­kannt,

Jörg Frau­ham­mer ver­wur­zelt und auch im Ver­eins­le­ben prä­sent ist. Uli Schwei­ker will sich, wie er es be­triebs­wirt­schaft­lich ge­wohnt ist, zu­nächst den Ist-Zu­stand an­se­hen, den es in der Ge­mein­de gibt. „In un­se­rem ers­ten Schritt ge­hen wir al­le Ver­ei­ne an, und ver­su­chen mit al­len zu spre­chen“, so der Gemm­rig­hei­mer. Je­der Ver­ein ma­che be­reits jetzt Se­nio­ren­ar­beit, ist er über­zeugt, nun ge­he es dar­um zu ver­mit­teln und zu­sam­men­zu­füh­ren.

„Man kann nicht je­den Wunsch er­fül­len“, so Schwei­ker zur Bar­rie­re­frei­heit. Als ty­pi­sches Pro­blem sieht er Bu­s­aus­fahr­ten, bei de­nen ei­ne Oma nicht in den Rei­se­bus wie in ei­nen Li­ni­en­bus ein­stei­gen kann. „Bar­rie­re­frei­heit ist nicht im­mer nur Bord­stein“, mach­te er deut­lich. Auch wenn der Weg zum Su­per­markt nicht funk­tio­nie­re, kön­ne es Hand­lungs­be­darf ge­ben. Zu­nächst für ein Jahr wol­len sie das Amt der Se­nio­ren­be­auf­trag­ten wahr­neh­men, denn se­he man wei­ter. „Ich den­ke, das wir das Amt gut be­klei­den kön­nen“, sag­te Ro­se Schwei­ker, die ihm da­bei zur Sei­te steht. Man wer­de auch bei an­de­ren Kom­mu­nen nach­fra­gen, was ge­macht wird, so die Gemm­rig­hei­me­rin.

„Die Idee ist ge­ni­al“, lob­te Ralf Scho­ber die Initia­ti­ve, man dür­fe in dem Amt auch die Al­ters­ar­mut nicht ver­ges­sen. Er frag­te nach, ob bei­de auch in fes­ten Stun­den im Rat­haus an­sprech­bar wä­ren. Das Gan­ze müs­se wach­sen, und sie sei­en an der Haus­tür und am Te­le­fon An­sprech­part­ner für die Se­nio­ren der Kom­mu­ne, al­les an­de­re wer­de man se­hen. Dass sich vie­le Se­nio­ren nicht trau­en, na­ment­lich bei der Ver­wal­tung auf­zu­tre­ten, sei ein Pro­blem, sag­te Uli Schwei­ker. „Wir müs­sen die Schwel­len­angst neh­men, es geht ja oft um die Sa­che und nicht den Na­men“, be­ton­te er.

Vier­stel­li­ger Be­reich

Die An­zahl der äl­te­ren Mit­bür­ger in un­se­rer Ge­mein­de wird im­mer grö­ßer.

Der Se­nio­ren­be­auf­trag­te soll nach den Vor­stel­lun­gen der Ge­mein­de ei­ne nie­der­schwel­li­ge, neu­tra­le An­lauf­stel­le au­ßer­halb der Ver­wal­tung sein, Wün­sche und An­re­gun­gen er­mit­teln und sam­meln so­wie die Ver­wal­tungs­ar­beit kri­tisch be­glei­ten. Gleich­zei­tig soll er An­sprech­part­ner der Ver­wal­tung für die Be­lan­ge der Se­nio­ren wer­den. Po­si­tiv sei es, ein­mal aus an­de­ren Au­gen zu schau­en, sag­te Bür­ger­meis­ter Jörg Frau­ham­mer. „Nur im Aus­tausch kom­men wir wei­ter“, be­grün­de­te er die Scha ung der Stel­le, die dem Haupt­amt zu­ge­ord­net ist und im nied­ri­gen vier­stel­li­gen Be­reich ver­gü­tet wer­den soll. „Wir ver­spre­chen uns sehr viel da­von und ich ha­be größ­tes Ver­trau­en, dass es funk­tio­niert“, so der Rat­haus­chef.

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