Glü­hen­de (Kür­bis)-Köp­fe in Un­term­berg

Bietigheimer Zeitung - - Bietigheim-bissingen - Fo­to: Mar­tin Kalb

Hal­lo­ween lässt grü­ßen: Vor ei­nem Haus in der Ja­kob-Bit­zer-Stra­ße in Un­term­berg leuch­ten kunst­voll ge­schnitz­te Kür­bis­geis­ter. Wer hier an die­sem Don­ners­tag­abend Sü­ßes oder Sau­res ruft, wird be­stimmt nicht ent­täuscht. Hal­lo­ween und die Bräu­che rund um das Fest wer­den nicht nur in Deutsch­land viel dis­ku­tiert. So soll das kom­mer­zi­el­le Fest den deut­schen Brauch des Mar­ti­ni­sin­gens ver­drän­gen. Auch we­gen Van­da­lis­mus hat das Fest bei man­chen kei­nen gu­ten Ruf. Der Brauch des Kür­bisschnit­zens soll ei­ner Sa­ge ent­sprun­gen sein. In die­ser Sa­ge fing der Bö­se­wicht Jack Old­field (Jack O) mit ei­ner List den Teu­fel ein. Old­field woll­te den Teu­fel nur frei­las­sen, wenn er Jack O fort­an nicht mehr in die Que­re kom­men wür­de. Doch auch Old­field war nicht un­sterb­lich. Nach sei­nem Tod je­doch konn­te er durch sei­ne schlim­men Ta­ten nicht in den Him­mel, aber der Teu­fel woll­te ihn auch nicht in die Höl­le las­sen. Er ließ sich je­doch er­bar­men und schenk­te Jack O ei­ne Rü­be und ei­ne glü­hen­de Koh­le mit der er durch das Dun­kel wan­dern kön­ne. In den Ver­ei­nig­ten Staa­ten gab es mehr Kür­bis­se als Rü­ben, al­so höhl­ten sie statt­des­sen Kür­bis­se aus, die sie Jack O’Lan­tern nen­nen. Da­mit sie bö­se Geis­ter ab­schre­cken, schnei­det man Frat­zen rein.

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