Im Au­to al­les Wich­ti­ge da­bei ha­ben

Bietigheimer Zeitung - - Stil -

Kas­set­ten- und CD-Hül­len in der Mit­tel­kon­so­le, die Stra­ßen­kar­te im Fach hin­ter den Sit­zen und ein vol­ler Re­ser­veka­nis­ter im Kof­fer­raum. Vor 20 Jah­ren sah die Not­aus­rüs­tung im Au­to an­ders aus als heu­te. Ein paar Din­ge ha­ben über­lebt und ge­hö­ren noch heu­te ins Au­to.

Für Mar­cel Müh­lich vom Au­to Club Eu­ro­pa (ACE) müs­sen vor al­lem die ge­setz­lich vor­ge­schrie­be­nen Din­ge ins Au­to. Da­zu zäh­len Ver­bands­kas­ten, Warn­drei­eck und die Warn­wes­te in Gelb oder Oran­ge. „Da­von ist in Deutsch­land zwar nur ei­ne vor­ge­schrie­ben, doch bes­ser ist ei­ne Warn­wes­te für je­den Au­to­in­sas­sen“, sagt Müh­lich. Die Wes­ten soll­ten griff­be­reit im Fahr­gast­raum lie­gen und nicht im Kof­fer­raum.

In die Brief­ta­sche ge­hö­ren bei je­der Fahrt der Füh­rer­schein und der Fahr­zeug­schein (Zu­las­sungs­be­schei­ni­gung Teil I). Bei Zu­satz­tei­len wie spe­zi­el­len

Rä­dern oder Spoi­lern, die ei­ne All­ge­mei­ne Be­triebs­er­laub­nis (ABE) be­nö­ti­gen, muss die­se mit­ge­führt wer­den.

Für den All­tag prak­tisch sind au­ßer­dem ei­ne Park­schei­be, Start­hil­fe­ka­bel und ein Ab­schlepp­seil oder ei­ne Ab­schlepp­stan­ge. „Vor al­lem bei äl­te­ren Au­tos ist ein Start­hil­fe­ka­bel nütz­lich. Mit ei­nem di­cke­ren Qu­er­schnitt für stär­ke­re Mo­to­ren und ei­ner Län­ge von drei Me­tern fah­ren Au­to­fah­rer si­che­rer durch die kal­te Jah­res­zeit“, sagt er. „Elek­trik­pro­ble­me oder sich ent­zün­den­de Be­triebs­flüs­sig­kei­ten, die zu Brän­den füh­ren, gibt es im­mer mal wie­der. Mit ei­nem aus­rei­chend gro­ßen Feu­er­lö­scher im Au­to kön­nen die Brän­de schnell ge­löscht wer­den“, sagt Müh­lich. Al­ler­dings soll­te der re­gel­mä­ßig ge­prüft und im Kof­fer­raum si­cher, aber schnell er­reich­bar ver­staut wer­den. Für lan­ge Stre­cken rät Müh­lich ein Er­satz­rad mit dem vor­ge­schrie­be­nen Luft­druck

oder ein Rei­fen-Pan­nen­set mit­zu­neh­men. Da soll­te na­tür­lich nö­ti­ges Werk­zeug nicht feh­len. Das gilt auch für ein Ge­bin­de mit pas­sen­dem Mo­tor­öl als Er­satz im Kof­fer­raum.

Hin­ter die Fah­rer-Son­nen­blen­de soll­ten Be­sit­zer ei­ne Ret­tungs­kar­te klem­men. „Auf ihr sind für Ret­tungs­kräf­te wich­ti­ge In­for­ma­tio­nen zum Au­to hin­ter­legt, da­mit sie die In­sas­sen nach ei­nem Un­fall schnell be­frei­en kön­nen“, sagt Wolf­gang Sig­loch von der Prüf­or­ga­ni­sa­ti­on De­kra. Die Ret­tungs­kar­te gibt es vom Au­to­her­stel­ler oder zum Bei­spiel auch über die Sei­ten von De­kra oder der Prüf­or­ga­ni­sa­ti­on GTÜ. Für GTÜ-Ge­schäfts­füh­re­rin Di­mi­tra Theocha­ri­dou-Sohns ge­hört un­ter an­de­rem auch ei­ne Ta­schen­lam­pe an Bord: „Auch wenn Smart­pho­nes ei­ne Ta­schen­lam­pe in­te­griert ha­ben, kann ei­ne klei­ne Lam­pe bei der Feh­ler­su­che bes­ser hel­fen.“

Au­ßer­dem soll­ten mit: Son­nen­bril­le, Ta­schen­mes­ser, De­cke und die Bord­map­pe im Hand­schuh­fach. Dar­in ste­cken Park­schei­be, Eis­krat­zer, Ver­si­che­rungs­un­ter­la­gen und die Kon­takt­num­mern nach ei­nem even­tu­el­len Un­fall. Et­was Klein­geld für Park­ge­büh­ren, die noch mit Mün­zen be­zahlt wer­den müs­sen, und vor al­lem für Toi­let­ten auf Au­to­bahn­rast­hö­fen, er­leich­tert zu­sätz­lich den All­tag. Da­zu ge­hö­ren ein La­de­ge­rät fürs Han­dy oder ein USB-Ad­ap­ter für den Zi­ga­ret­ten­an­zün­der ins Au­to.

Für die kal­te Jah­res­zeit emp­feh­len die Ex­per­ten zu­sätz­lich Din­ge wie ei­nen sta­bi­len Eis­krat­zer mit glat­ter Kan­te ge­gen Eis, ei­ner Sä­ge­zahn­kan­te ge­gen di­cke­re Eis­schich­ten und ei­ner Gum­mi­kan­te für nas­se Schei­ben. Auch Hand­be­sen für Schnee, Schei­ben-Eis­fo­lie so­wie ei­ne De­cke neh­men im Kof­fer­raum nicht viel Platz ein.

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