Be­le­bung im Scheck­kar­ten-For­mat

Sach­sen­heim Mit uni­ver­sell ein­lös­ba­ren Gut­schei­nen soll mehr Kauf­kraft in der Stadt ge­hal­ten wer­den. Um­ge­setzt hat die Idee der Bund der Selbst­stän­di­gen. Von Ma­thi­as Schmid

Bietigheimer Zeitung - - Und Umgebung Sachsenhei­m -

Sach­sen­heims In­nen­stadt kämpft um ih­re At­trak­ti­vi­tät. Ei­nen Vor­stoß, um mehr Le­ben in die Ge­schäf­te zu brin­gen, hat nun der BdS ge­wagt: Neue Gut­schei­ne im Scheck­kar­ten-For­mat sol­len die Kauf­kraft stei­gern. Der Ein­kaufs­gut­schein Sach­sen­heim ist in vie­len Ge­schäf­ten ein­lös­bar. Auch aus dem Kir­bach­tal sind ei­ni­ge Un­ter­neh­men, vor­nehm­lich Re­stau­rants, da­bei.

Die Idee: Wer nicht weiß, was er schen­ken soll, greift auf die Gut­schein­kar­te zu­rück. Und da­mit die nicht beim gro­ßen Ein­kaufs­zen­trum im Nach­bar­ort ge­holt wer­den muss, hat Sach­sen­heim nun sein ei­ge­nes Sys­tem: Im Bür­ger­ser­vice im Äu­ße­ren Schloss­hof in Groß­sach­sen­heim kön­nen Kar­ten für 5, 10, 25 und 44 Eu­ro ge­kauft und dann in mehr als 50 Ge­schäf­ten ein­ge­löst wer­den. Wo das geht, zeigt der bei­lie­gen­de Fly­er. „Es sind aber mitt­ler­wei­le schon wie­der Fir­men da­zu­ge­kom­men“, be­tont Ron­ny Wün­der­lich vom Bund der Selbst­stän­di­gen (BdS), Va­ter der Gut­schein­kar­ten.

Ein sim­pler Durch­bruch

Dem Sach­sen­hei­mer Ar­chi­tek­ten ist der Durch­bruch beim The­ma ge­lun­gen. „Wir ha­ben das ja schon vie­le Jah­re dis­ku­tiert, aber nicht das pas­sen­de Sys­tem ge­fun­den“, be­tont Kon­rad Buck, Vor­sit­zen­der des BdS. Zu kom­pli­ziert – und dann zu kost­spie­lig – wa­ren die For­ma­te. Wün­der­lich brach­te dann die Idee ei­ner Scheck­kar­te, wie sie in ähn­li­cher Form bei­spiels­wei­se Bie­tig­heim-Bis­sin­gen (sie­he In­fo­box) hat. Die Sach­sen­hei­mer Mehr­weg-Ver­si­on macht nun zwar op­tisch et­was her und ist dank Si­cher­heits­merk­ma­len re­la­tiv fäl­schungs­si­cher, ist aber ganz ana­log zu be­die­nen: Sie wird ge­kauft, ein­ge­löst und lan­det dann wie­der beim Bür­ger­ser­vice. „Ge­brauchs­taug­lich“, nennt Wün­der­lich, der die Idee mit Me­la­nie Per­rot­ta um­ge­setzt hat, das. „Wir wol­len da­mit die Le­ben­dig­keit, die At­trak­ti­vi­tät der Stadt stei­gern“, be­tont er.

800 Ein­kaufs­gut­schei­ne hat der BdS dru­cken las­sen. „Bei Be­darf kön­nen wir aber schnell nach­pro­du­zie­ren“, be­tont Wün­der­lich. Ei­gent­lich soll­te die Ak­ti­on be­reits im Früh­som­mer star­ten (die BZ be­rich­te­te). Doch die Ab­stim­mung – auch mit der Stadt – dau­er­te län­ger. „Das be­tri t ja bei uns ver­schie­de­ne Ab­tei­lun­gen“, be­tont Wirt­schafts­för­de­rer Mat­thi­as Fried­rich. Da­für steht jetzt ein Sys­tem, mit dem al­le zu­frie­den sind. „Wir ha­ben jah­re­lang an die­sem The­ma rum­ge­macht, da kommt es auf ein paar Mo­na­te auch nicht an“, meint Buck.

Die Kos­ten ha­ben vier Spon­so­ren über­nom­men, die da­für auf den Rück­sei­ten der Kar­ten ab­ge­druckt sind. Und die nächs­ten „ste­hen schon Schlan­ge, da brau­chen wir uns kei­ne Sor­gen ma­chen“, freut sich Buck, „da wa­ren eher wel­che sau­er, dass sie nicht zum Zug ge­kom­men sind.“Dass der BdS ei­nen Gut­schein für 44 Eu­ro an­bie­tet, hat fol­gen­den Grund: Ma­xi­mal die­sen Be­trag kön­nen Un­ter­neh­men ih­ren Mit­ar­bei­tern mo­nat­lich steu­er­frei zur Ver­fü­gung stel­len, er­klä­ren die Ma­cher. Sie ho en, dass sich so auch die ei­ne oder an­de­re Fir­ma im grö­ße­ren Um­fang be­tei­ligt und da­durch auf ei­nen Schlag viel Kauf­kraft ge­hal­ten wird.

Fo­to: Hel­mut Pang­erl

Freu­en sich über den Ein­kaufs­gut­schein für die Stadt Sach­sen­heim (von links): Wirt­scha sför­de­rer Mat­thi­as Fried­rich, Bür­ger­meis­ter Hol­ger Al­brich, BdS-Chef Kon­rad Buck, Initia­tor Ron­ny Wün­der­lich und Or­ga­ni­sa­to­rin Me­la­nie Per­rot­ta.

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