Zu viel Geld für Tanz und Te­nö­re?

Bietigheimer Zeitung - - Vorderseit­e -

Ba­den-Würt­tem­berg Die ge­plan­te Sa­nie­rung des Staats­thea­ters ruft Kri­tik her­vor.

Kaum liegt nach lan­gem Rin­gen der Vor­schlag für die drin­gend nö­ti­ge Opern­sa­nie­rung auf dem Tisch, regt sich Kri­tik: Zu teu­er, zu un­de­mo­kra­tisch und zu we­nig nach­hal­tig, be­män­gel­ten Land­tags­op­po­si­ti­on und ei­ne Bür­ger­initia­ti­ve die Kal­ku­la­ti­on, die Stadt und Land dem Ver­wal­tungs­rat der Würt­tem­ber­gi­schen Staats­thea­ter prä­sen­tiert hat­ten.

Nach die­sen Plä­nen wird die Sa­nie­rung mit mög­li­cher­wei­se mehr als ei­ner Mil­li­ar­de Bau­kos­ten teu­er, au­ßer­dem soll sie et­was spä­ter be­gin­nen als ge­plant. Da­für be­inhal­te die Kal­ku­la­ti­on ei­ne Art Ri­si­ko­puf­fer für die zu er­war­ten­den Preis­stei­ge­run­gen in der Bau­kon­junk­tur und sei da­mit se­riö­ser als an­de­re Schät­zun­gen, ar­gu­men­tier­te Kunst­mi­nis­te­rin The­re­sia Bau­er (Grü­ne), die dem Ver­wal­tungs­rat vor­sitzt.

SPD-Frak­ti­ons­vi­ze­chef Mar­tin Ri­voir kri­ti­sier­te, in an­de­ren Städ­ten sei­en für deut­lich we­ni­ger Geld neue Opern­häu­ser ge­baut wor­den. „Ir­gend­wann lässt sich ei­ne sol­che Sum­me der Bür­ger­schaft nicht mehr ver­mit­teln“, sag­te er zu den ers­ten Schät­zun­gen. In Stutt­gart ha­be man nie ernst­haft die Mög­lich­keit

ei­nes Neu­baus ge­prüft. Die­ser Op­ti­on, die auch von der In­itia­ti­ve „Auf­bruch Stutt­gart“um TV-Mo­de­ra­tor Wie­land Ba­ckes vor­ge­schla­gen wor­den war, hat­te Stutt­garts Ober­bür­ger­meis­ter Fritz Kuhn (Grü­ne) ei­ne Ab­sa­ge er­teilt. Die Va­ri­an­ten sei­en ge­prüft wor­den, sei­en aber we­der rea­li­sier­bar, noch güns­ti­ger. Das letz­te Wort ha­ben Ge­mein­de­rat und Land­tag.

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