Der Ver­kehr be­schäf­tigt die Bür­ger

Met­ter­zim­mern Ne­ben dem Dau­er­the­ma Ver­kehr stand beim Bür­ger­ge­spräch am Sams­tag auch die Be­treu­ungs­si­tua­ti­on auf der Ta­ges­ord­nung. Von Ya­si­na Hipp

Bietigheimer Zeitung - - Bietigheim-bissingen -

Der Be­lag auf der Mühl­stei­ge muss raus und fri­scher As­phalt drauf.

Joa­chim Kölz

Bür­ger­meis­ter

Bis zum letz­ten Platz war in der Ver­eins­gast­stät­te des TV Met­ter­zim­mern am Sams­tag­abend al­les be­legt. Vie­le Ein­woh­ner nutz­ten die Chan­ce des Bür­ger­ge­sprächs um Fra­gen, die ih­nen auf der See­le brann­ten, los­zu­wer­den. Bür­ger­meis­ter Joa­chim Kölz gab, als Ver­tre­tung von Ober­bür­ger­meis­ter Jür­gen Kes­sing, sein Bes­tes um die Fra­gen im Rah­men des Bür­ger­ge­sprächs best­mög­lich zu be­ant­wor­ten. Un­ter­stützt wur­de er von ei­ni­gen Mit­ar­bei­tern der Stadt­ver­wal­tung und Mit­glie­dern des Ge­mein­de­ra­tes.

Bei den The­men Fried­hof- und Bus­stel­len­sa­nie­rung hör­ten al­le An­we­sen­den in­ter­es­siert zu. Als Kölz zu den The­men Stra­ßen­bau und Ver­kehr über­ging, schos­sen die Fin­ger in die Hö­he. „Die Rat­haus­stra­ße ist so ge­fähr­lich für Kin­der, es gibt kei­nen rich­ti­gen Geh­weg und die Au­tos fah­ren zu schnell. Wie­so gibt es dort kei­ne Be­gren­zung auf Schritt­ge­schwin­dig­keit?“, brach­te ei­ne Teil­neh­mer ein. Statt Schritt­ge­schwin­dig­keit soll, laut Kölz, die Lö­sung ei­ne Ein­bahn­stra­ße sein: „Wenn man die Ein­bahn­stra­ßen­rich­tung in der Hin­te­ren Gas­se und in der Stra­ße Am Kü­beles­brun­nen dreht, und die Rat­haus­stra­ße zu­sätz­lich auch noch als Ein­bahn­stra­ße ge­stal­tet, wür­de das für mehr Si­cher­heit sor­gen.“

Zu vie­le Lie­fer­wa­gen

Ei­ne an­de­re Bür­ge­rin äu­ßer­te sich zu der Am­pel in der Spran­ger­stra­ße. Die­se sei zwar ef­fek­tiv aber die War­te­zeit sei zu lan­ge. Auch die Klein­sach­sen­hei­mer

Stra­ße bot Dis­kus­si­ons­stoff. Auf dem Ab­schnitt zwi­schen dem Set­zin­ger Weg und der Rech­ents­ho­fe­ner Stra­ße soll in Zu­kunft al­ter­nie­ren­des Par­ken ein­ge­rich­tet wer­den. Das heißt, ins­ge­samt 16 Stell­plät­ze wer­den im Wech­sel auf bei­den Stra­ßen­sei­ten ent­ste­hen. Ei­ner An­woh­ne­rin ist dies nicht ge­nug. Sie for­dert zu­sätz­lich ei­nen Spie­gel auf Hö­he der Fir­ma „Wa­ter­lo­gic“, da die Sicht im Kreu­zungs­be­reich durch die Lie­fer­wä­gen ex­trem ein­ge­schränkt sei.

Ein wei­te­res Pro­blem aus Sicht ei­nes Bür­gers: Vie­le Per­so­nen nut­zen ih­re Ga­ra­gen nicht für die

Au­tos, son­dern für Ra­sen­mä­her, Cam­ping­tisch und Fahr­rä­der. Dies ken­ne Joa­chim Kölz aus den an­de­ren Bie­tig­hei­mern Stadt­tei­len sehr gut: „Man kann aber von Sei­ten der Stadt nichts da­ge­gen ma­chen, da die Ga­ra­gen ja Pri­vat­ei­gen­tum sind.“Zum The­ma

Tem­po 30 in der Klein­sach­sen­hei­mer Stra­ße konn­te sich Kölz nicht wei­ter äu­ßern, da noch ei­ne Ant­wort des Re­gie­rungs­prä­si­di­ums er­war­tet wer­de.

Mühl­stei­ge bleibt Är­ger­nis

Die An­we­sen­den äu­ßer­ten sich da­ge­gen flei­ßig zur Mühl­stei­ge. Ei­ne Bür­ge­rin ließ ih­rem Är­ger Luft: „Die Bau­stel­le im Som­mer war für ei­nen Mo­nat an­ge­setzt und dau­er­te dann gan­ze ein­ein­halb Mo­na­te län­ger. Das ist ei­ne Zu­mu­tung. Zu­dem ist der neue Be­lag jetzt die reins­te Hol­per­stre­cke.“Um die Pro­ble­me mit dem neu­en Be­lag weiß auch Kölz: „Wir las­sen den Be­lag jetzt noch ei­ni­ge Wo­chen ru­hen, aber dann muss er raus und fri­scher As­phalt drauf.“Dies daue­re aber nur we­ni­ge Ta­ge. Auf die Fra­ge, wie­so im Zu­ge der Sa­nie­rung nicht auch gleich noch Glas­fa­ser­ka­bel ver­legt wur­den, ver­wies Kölz auf die Te­le­kom. „Die Te­le­kom darf selbst­stän­dig und je­der­zeit ih­re Lei­tun­gen le­gen, das schreibt das Ge­setz vor. Die stim­men sich al­so auch nicht mit uns ab.“

Zum Ab­schluss des Ver­kehrs­blocks kam die Fra­ge nach der We­st­um­fah­rung auf. Auch hier konn­te Kölz kei­ne neu­en Aus­künf­te ge­ben: „Die Vor­schlä­ge lie­gen beim Re­gie­rungs­prä­si­di­um. Für ei­ne Um­set­zung muss man sich mit den an­de­ren Ge­mein­den ei­ni­gen, da de­ren Ge­mar­kun­gen be­trof­fen sind. Au­ßer­dem kos­tet ei­ne sol­che Stra­ße auch sehr viel Geld.“

Fo­to: Mar­tin Kalb

Bür­ger­meis­ter Joa­chim Kölz

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