Ge­trüb­te Aus­sicht in Pe­king

Chi­na Deut­sche Fir­men se­hen ih­re Zie­le für 2019 in Ge­fahr. Grund ist der Han­dels­krieg mit der US-Re­gie­rung.

Bietigheimer Zeitung - - Wirtschaft -

Der jähr­li­che Ge­schäfts­kli­ma-Be­richt der Han­dels­kam­mer in Pe­king gilt als wich­tigs­ter Seis­mo­graf für die La­ge der deutschen Un­ter­neh­men in Chi­na. Rund 2300 Be­trie­be sind bei der Han­dels­kam­mer re­gis­triert, die wich­tigs­ten 500 Un­ter­neh­men ha­ben an der Um­fra­ge teil­ge­nom­men. Die Er­geb­nis­se sind er­nüch­ternd: Der Han­dels­krieg zwi­schen Washington und Pe­king trübt die Aus­sich­ten deut­scher Un­ter­neh­men deut­lich.

So ga­ben mehr als 80 Pro­zent al­ler Fir­men an, vom US-chi­ne­si­schen Han­dels­streits be­trof­fen zu sein – ent­we­der di­rekt über die Straf­zöl­le, oder in­di­rekt über die ge­dämpf­te Stim­mung am Markt. Zu­dem er­war­ten nur rund ein Vier­tel al­ler deutschen Be­trie­be, ih­re Ge­schäfts­zie­le für die­ses Jahr er­rei­chen zu kön­nen. Auch kurz­fris­tig wird sich an der La­ge wohl nichts än­dern: „2020 wird sehr wahr­schein­lich durch die vom Han­dels­kon­flikt und der Ab­schwä­chung des glo­ba­len so­wie chi­ne­si­schen Wirt­schafts­wachs­tums be­ding­ten Un­si­cher­hei­ten ge­prägt sein“, sag­te Jens Hil­de­brandt, ge­schäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied der Deutschen Han­dels­kam­mer in Pe­king.

Tat­säch­lich wächst die chi­ne­si­sche Wirt­schaft mit 6 Pro­zent so ge­ring wie seit fast drei Jahr­zehn­ten nicht mehr – noch vor ei­ner De­ka­de krat­zen die Wachs­tums­wer­te an der Zehn­pro­zent-Mar­ke.

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