Sohn lässt Va­ter raus­wer­fen

Bietigheimer Zeitung - - Sport -

auf­ein­an­der­tref­fen, birgt das im­mer ei­ne ge­wis­se Bri­sanz. Zu­meist sind es im Sport Ge­schwis­ter, die ge­gen­ein­an­der an­tre­ten, was oft für die El­tern kei­ne leich­te Si­tua­ti­on ist. Des­halb ha­ben bei­spiels­wei­se die Klitsch­ko-Brü­der Wla­di­mir und Vi­ta­li in ih­rer Kar­rie­re nie ge­gen­ein­an­der ge­boxt, ob­wohl sie mit dem Schwer­ge­wichts­kampf Mil­lio­nen hät­ten ver­die­nen kön­nen. Sie woll­ten es ih­rer Mut­ter nicht zu­mu­ten, dass sie se­hen muss, wie sich ih­re Söh­ne ge­gen­sei­tig ver­klop­pen.

Hin und wie­der kommt es auch zum Du­ell der Ge­ne­ra­tio­nen, wie zu­letzt in der ame­ri­ka­ni­schen Bas­ket­ball-Li­ga NBA. Dort tra­fen die Los An­ge­les Clip­pers, die von Doc Ri­vers trai­niert wer­den, auf die Houston Ro­ckets, für die Aus­tin Ri­vers spielt. Kurz vor Spie­len­de gab es ei­ne ku­rio­se Sze­ne, als der Se­ni­or sich laut­stark bei den Schieds­rich­tern be­schwer­te. Ei­ne Ak­ti­on, für die der Ju­ni­or ve­he­ment ein Tech­ni­sches Foul und letzt­lich den Raus­wurf sei­nes Va­ters for­der­te. Da­zu kam es dann tat­säch­lich, was den 27-Jäh­ri­gen fast noch mehr freu­te als der Sieg sei­ner Ro­ckets. „Mal ab­war­ten, was pas­siert, wenn wir uns das nächs­te Mal se­hen. Ich lie­be ihn“, sag­te Aus­tin. „Aber ich ha­be den Mo­ment sehr ge­nos­sen.“Doc Ri­vers konn­te die Ak­ti­on nach­voll­zie­hen. „Ich hät­te an sei­ner Stel­le auch ei­nen Raus­wurf ge­for­dert.“Of­fen­sicht­lich hat der Sohn mehr vom Va­ter ge­lernt, als dem in die­sem Mo­ment lieb sein konn­te.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.