Was­ser in der Forst­stra­ße in neue Bah­nen

Stark­re­gen Wie in ei­ner Rin­ne läuft das Was­ser bis­her nach Gemm­rig­heim hin­ein. Jetzt strebt die Ge­mein­de ei­ne Lö­sung an.

Bietigheimer Zeitung - - Und Umgebung Besigheim - Uwe Deecke

Wie ei­ne Rin­ne ver­läuft die Forst­stra­ße nach Gemm­rig­heim hin­ein. Schäch­te gibt es we­ni­ge an der Stra­ße, die ei­nen seit­li­chen Geh- und Rad­weg hat, der sich ab­ge­senkt hat und die Zu­fahrt zu den Grund­stü­cken schwie­rig macht.

Die be­schä­dig­ten Zu­fahr­ten zur Stra­ße zu sa­nie­ren, war für den Ge­mein­de­rat im letz­ten Jahr kei­ne Lö­sung auf Dau­er. Da­her be­auf­trag­te er das Bü­ro ISTB mit Un­ter­su­chun­gen in der Forst­stra­ße und in der Stra­ße Im Gräb­le, von wo noch mehr Was­ser kom­men kann und schon durch den Ort Rich­tung Neckar floss. Be­son­ders be­trof­fen ist dort das Ge­biet zwi­schen Neu­satz und Sil­va­ner­weg, wo zwar ein Ein­lauf­bau­werk exis­tiert, das aber den Was­ser­mas­sen und dem Schlamm nicht mehr ge­wach­sen ist (die BZ be­rich­te­te). Auch der Ent­wäs­se­rungs­gra­ben dar­über hat sich zu­ge­setzt, so dass schon meh­re­re Kel­ler un­ter Was­ser stan­den. Ei­ne Lö­sung mit ei­nem Sam­mel­be­cken steht noch aus, da­für stell­te das Bü­ro nun auf der Ge­mein­de­rats­sit­zung sei­ne ge­plan­ten Maß­nah­men in der Forst­stra­ße vor.

Fuß­weg wie ein Bach­bett

„Das Pro­blem ist, dass der Fuß­weg sehr tief ge­gen­über der Stra­ße liegt“, mach­te In­ge­nieur Michael Schunk deut­lich, er sei wie ei­ne „was­ser­füh­ren­de Rin­ne“. Aus drei Flä­chen sam­me­le sich hier das Was­ser, ein Pro­blem, das mit dem Bau ei­nes Gr­a­bens frü­her not­dürf­tig ge­löst wur­de.

An ei­ner Stel­le wird das Was­ser ge­sam­melt un­ter der Stra­ße zum St­ein­bruch ge­führt, auch kann es dort ent­we­der ge­sam­melt oder wei­ter nach un­ten ge­lei­tet wer­den. „Un­ser Ge­dan­ke war, dass man den Fuß­weg 15 Zen­ti­me­ter er­höht, als An­nä­he­rung zur Stra­ße“, er­klär­te Schunk. Da­durch müss­te man auch al­le Grund­stü­cke an der Zu­fahrt er­hö­hen, da­mit es für die An­woh­ner nicht zu steil wird.

Wei­te­re Ein­läu­fe

Ge­mein­de­rat Ralf Scho­ber (CDU) er­in­ner­te da­ran, dass frü­her ein gan­zes Bau­ge­biet am Neckar hoch­ge­setzt wor­den sei für den Fall ei­nes 100-jäh­ri­gen Hoch­was­sers. Ent­schei­dend sei, dass aus dem Wald mit sei­nen 30 Hekt­ar kein Was­ser mehr auf die Forst­stra­ße ge­lan­ge, er­läu­ter­te Schunk. Zu­dem se­he man nun wei­te­re Ein­läu­fe vor, die das Was­ser auf­neh­men könn­ten. Theo­re­tisch könn­ten aus den drei Ge­bie­ten 18, 243 und 1500 Li­ter (Wald­ge­biet) pro Se­kun­de kom­men, mach­te der In­ge­nieur deut­lich.

Der Tech­ni­sche Aus­schuss ha­be sich dar­auf ver­stän­digt, oh­ne ei­ne Mul­de zu pla­nen, so Bür­ger­meis­ter Jörg Frau­ham­mer, aber Ein­läu­fe vor­zu­se­hen. Bei ei­ner Ent­hal­tung stimm­te der Ge­mein­de­rat für das vor­ge­stell­te Kon­zept.

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