Tot oder le­ben­dig?

Bietigheimer Zeitung - - Vorderseit­e -

ist er ja: Ei­gent­lich wur­de der US-Ame­ri­ka­ner Ben­ja­min Schrei­ber we­gen Mor­des zu le­bens­lan­ger Haft ver­ur­teilt. Mit dem Gri ei­ner Spitz­ha­cke hat er Me­di­en zu­fol­ge 1997 ei­nen Mann um­ge­bracht. Seit der Ver­ur­tei­lung sitzt er sei­ne Stra­fe ab – bis ein gro­ßer Nie­ren­stein ihm in Fra­gen der wei­te­ren Le­bens­pla­nung ganz neue Op­tio­nen erö ne­te. Si­cher, schön war das nicht, als er be­wusst­los in der Zel­le ge­fun­den wur­de und an­schlie­ßend fünf Mal wie­der­be­lebt wer­den muss­te. Aber war­um nicht aus der Not ei­ne Tu­gend

ma­chen? Das zu­min­dest dach­te sich der 66-Jäh­ri­ge und ar­gu­men­tier­te, dass er ein paar Mi­nu­ten tot war und folg­lich die Haft ab­ge­ses­sen hat.

Nicht über­lie­fert ist, ob Schrei­ber auch an die un­an­ge­neh­men Fol­gen ge­dacht hat: Wä­re sei­ne Frau ver­wit­wet, wenn das Ge­richt ihm zu­stimmt und ihn frei­lässt? Was ist mit Kon­ten und Ver­trä­gen? Si­cher, aus dem ei­nen oder an­de­ren un­ge­lieb­ten Ver­trag kommt man an­ders kaum raus, aber will man wirk­lich gleich

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