Fav­re ver­dirbt Klins­manns Her­tha-De­büt

Bietigheimer Zeitung - - Sport -

Bo­rus­sia Dort­mund Die Er­leich­te­rung über den Be­frei­ungs­schlag in Ber­lin ist groß. In sei­nem Fi­na­le lie­fert der BVB-Trai­ner.

Lu­ci­en Fav­re emp­fand die De­bat­te um sei­nen Job oh­ne­hin als „ganz egal“. Und BVB-Sport­di­rek­tor Micha­el Zorc wisch­te nach dem 2:1 bei Her­tha BSC die Fra­ge nach dem En­de der Trai­ner­dis­kus­si­on mit schwung­vol­ler Arm­be­we­gung bei­sei­te. „Das ist weg“, sagt Zorc la­chend und sicht­lich er­leich­tert nach dem kol­lek­tiv in lan­ger per­so­nel­ler Un­ter­zahl er­run­ge­nen Sieg.

Nach zu­vor drei Pflicht­spie­len oh­ne Er­folg hielt Bo­rus­sia Dort­mund am 13. Bun­des­li­ga-Spieltag den An­schluss an die Spit­zen­grup­pe – und ver­kürz­te ne­ben­bei den Ab­stand zum FC Bay­ern auf ei­nen Zäh­ler. „Wir ha­ben ge­lit­ten. Wir ha­ben in­tel­li­gent ge­kämpft und ver­tei­digt. Die Spie­ler sind enorm viel ge­lau­fen“, nann­te der 62 Jah­re al­te Schwei­zer Fav­re die Schlüs­sel zum Er­folg in Ber­lin, mit dem der BVB dem pro­mi­nen­ten Trai­ner-Neu­zu­gang Jür­gen Klins­mann den Ein­stand mäch­tig ver­darb.

BVB-Mit­tel­feld­star Axel Witsel sag­te: „Wir ha­ben un­se­ren gu­ten Cha­rak­ter nach schlim­men Wo­chen ge­zeigt.“Die Be­stä­ti­gun­gen aber müs­sen noch fol­gen. Ju­li­an Brandt be­rei­te­te mit ei­nem

Wir hät­ten wirk­lich mehr ver­dient ge­habt. We­nigs­tens Mi­ni­mum ein 2:2.

Jür­gen Klins­mann

Su­per­pass das 1:0 durch Ja­don San­cho (15. Mi­nu­te) vor. Th­or­gan Ha­zard er­höh­te schnell auf 2:0 (17.). Trotz die­ser Füh­rung und der Ve­r­un­si­che­rung der Ber­li­ner wur­de es kein ge­müt­li­cher Fuß­ball­nach­mit­tag für die Bo­rus­sia. Da­bei hät­te schon vor dem An­schluss­tor durch Vla­di­mir Da­ri­da (34.) und dem Platz­ver­weis für Mats Hum­mels al­les klar sein kön­nen für Dort­mund. „Aber es passt na­tür­lich zu un­se­rer Si­tua­ti­on, dass uns mo­men­tan nichts ge­schenkt wird und wir uns al­les hart er­ar­bei­ten müs­sen“, sag­te Brandt. Hum­mels ball­te nach dem Ab­pfiff ener­gisch und er­leich­tert die Fäus­te – sei­ne zwei Foul­spie­le ge­gen Da­vie Sel­ke hät­ten noch ganz an­de­re Kon­se­quen­zen als Gelb-Rot (45.) ha­ben kön­nen.

„Wir hät­ten wirk­lich mehr ver­dient ge­habt“, mein­te Jür­gen Klins­mann. „We­nigs­tens Mi­ni­mum ein 2:2.“So aber rutsch­te Her­tha gleich mal auf den Re­le­ga­ti­ons­rang ab. „Auf uns kom­men sehr ar­beits­rei­che Wo­chen zu“, sag­te der eins­ti­ge Stutt­gar­ter Klas­se­stür­mer. Ge­ne­rell aber zeig­te sich der 55 Jah­re al­te ehe­ma­li­ge Bun­des­trai­ner zu­frie­den. Der Emp­fang bei der Pre­mie­re war freund­lich, zur Her­tha-Hym­ne hat­te Klins­mann eif­rig Han­dy­auf­nah­men ge­macht.

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