Ha­mil­ton krönt Ga­la mit Re­kord

Bietigheimer Zeitung - - Sport -

Formel 1 Mer­ce­des-Star hat nach Tri­umph im Fi­na­le 413 Punk­te. Ni­co Hül­ken­berg ist auch beim Abschied weit weg vom Po­dest.

Für Ni­co Hül­ken­berg hat es kein Hap­py End in der Formel 1 ge­ge­ben. Der Re­nault-Pi­lot ist in der Schluss­pha­se sei­nes letz­ten Grand Prix noch aus den Punk­te­rän­gen ge­rutscht. „Mir war klar, dass das am En­de dünn wird“, sag­te der 32-Jäh­ri­ge nach Platz zwölf in Abu Dha­bi. Auf der letz­ten Run­de muss­te Hül­ken­berg noch Ri­va­len pas­sie­ren las­sen.

So blieb der Pi­lot aus Em­me­rich am Rhein auch in sei­nem 177. Grand Prix klar oh­ne Po­dest­platz. Die­se Se­rie hat er ex­klu­siv. „Ni­co, es wa­ren groß­ar­ti­ge drei Jah­re. Dan­ke viel­mals“, funk­te der Kom­man­do­stand trotz­dem. Schon vor­her war Hül­ken­berg vom Team ori­gi­nell ver­ab­schie­det wor­den. Die An­ge­stell­ten des Renn­stalls bil­de­ten ein Spa­lier, be­vor der deut­sche Pi­lot in die Ga­ra­ge ging. Auf der Start­auf­stel­lung vor dem letz­ten Grand Prix zog sich die Cr­ew Pe­rü­cken über und imi­tier­te beim ge­mein­sa­men Ab­schieds­fo­to den blon­den Pi­lo­ten zu­min­dest äu­ßer­lich.

Se­bas­ti­an Vet­tel kämpf­te auch nach dem Ren­nen vor der Glit­zer­ku­lis­se noch mit sei­ner Frust­sai­son: so schlecht im Klas­se­ment wie seit sei­nem letz­ten Red-Bul­lJahr

nicht mehr, ge­schla­gen vom zehn Jah­re jün­ge­ren Team­kol­le­gen Charles Le­clerc und wei­ter denn je vom gro­ßen Traum des ers­ten WM-Tri­umphs mit Fer­ra­ri ent­fernt. „Es scheint, dass die Klei­nig­kei­ten nicht un­be­dingt für uns und mich ge­lau­fen sind“, sag­te Vet­tel, kün­dig­te aber fast im sel­ben Atem­zug an: „Ich las­se mich nicht un­ter­krie­gen.“

Der 32 Jah­re al­te Hes­se muss­te ein­mal mehr ei­nen ver­korks­ten Auf­tritt er­klä­ren, wäh­rend sich der tri­um­pha­le Ge­win­ner Le­wis Ha­mil­ton, Max Ver­stap­pen von Red Bull auf Platz zwei und Vet­tels Stall­ri­va­le Le­clerc auf dem Po­di­um fei­ern las­sen durf­ten. Nach ei­ner Bo­xen­stopp-Pan­ne und ei­nem wei­te­ren Stra­te­gie­fehl­griff schaff­te es Vet­tel nur auf Rang fünf. „Das Ren­nen war ein biss­chen sinn­bild­lich für die Sai­son“, sag­te Vet­tel. Er freue sich nun auf die Pau­se.

Nicht zu schla­gen war der sechs­ma­li­ge Welt­meis­ter Ha­mil­ton. Mit ei­ner Glanz­vor­stel­lung fuhr der Bri­te in sei­nem 250. Grand Prix zum 84. Kar­rie­re­sieg. Mit 413 WM-Punk­ten stell­te der 34-jäh­ri­ge Mer­ce­des-Star ei­nen wei­te­ren Re­kord auf.

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