Kret­sch­mann: Wir wol­len Sta­bi­li­tät

Bietigheimer Zeitung - - Südwestums­chau -

Bun­des­re­gie­rung Der Mi­nis­ter­prä­si­dent ist ge­gen ei­ne Min­der­heits­re­gie­rung in Ber­lin.

Mi­nis­ter­prä­si­dent Win­fried Kret­sch­mann (Grü­ne) steht ei­ner mög­li­chen Min­der­heits­re­gie­rung im Bund skep­tisch ge­gen­über. „Wir ha­ben da­mit we­der Tra­di­ti­on noch Er­fah­rung“, sag­te er am Di­ens­tag in Stutt­gart. „Und wir wol­len das ei­gent­lich auch nicht. Wir wol­len ja Sta­bi­li­tät.“

Auch Jus­tiz­mi­nis­ter Gui­do Wolf (CDU) sag­te, ei­ne Min­der­heits­re­gie­rung sei in der Re­gel in­sta­bil. Er ver­wies auch auf die deut­sche EU-Rats­prä­si­dent­schaft in der zwei­ten Jah­res­hälf­te 2020. „Für die­se deut­sche Rats­prä­si­dent­schaft brau­chen wir ei­ne sta­bi­le, ei­ne hand­lungs­fä­hi­ge Re­gie­rung.“

Die SPD-Mit­glie­der hat­ten sich für Sas­kia Es­ken und Nor­bert Wal­ter-Bor­jans als neue Par­tei­chefs ent­schie­den. Bei­de hat­ten sich im­mer wie­der Groko-kri­tisch ge­äu­ßert. Auf die Fra­ge, ob die Groko aus­ein­an­der­bre­chen wer­de, sag­te Kret­sch­mann: „Ich bin nur Mi­nis­ter­prä­si­dent und kein Pro­phet.“Er ver­mu­te aber, dass sie bis zum En­de der Le­gis­la­tur­pe­ri­ode 2021 hal­te. Wenn die Groko wei­ter­re­gie­ren wol­le, hof­fe er, dass sie ziel­ori­en­tier­ter vor­ge­hen und hand­werk­lich bes­ser ar­bei­ten wer­de.

Wie Kret­sch­mann an­deu­te­te, ist den Grü­nen aber auch vor mög­li­chen Neu­wah­len im Bund nicht ban­ge. Die Grü­nen sei­en be­reit, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men. In den bun­des­wei­ten Um­fra­gen ste­hen die Grü­nen der­zeit mit 20 bis 22 Pro­zent auf dem zwei­ten Platz hin­ter der Uni­on mit 27 bis 28 Pro­zent.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.