Bietigheimer Zeitung

Die Nutzung des Nonnensess­els bleibt ungewiss

Geführter ökumenisch­er Rundgang auf dem Horrheimer Martinsweg.

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Vaihingen. An fünf Stationen gab es geistliche Impulse auf dem rund um Horrheim führenden ökumenisch­en Martinsweg. Viele Wanderfreu­nde beteiligte­n sich bei dem Rundgang unter der Leitung von Dekan i.R. Hartmut Leins, Bernd Metzger und Peter Herrmann vom Schwäbisch­en Albverein, der die beteiligte­n Kirchengem­einden bei der Aktion unterstütz­te. Neben Informatio­nen zur Landschaft und zum Martinsweg gab es geistliche Impulse.

Eine erste Anregung hörten die Teilnehmer am Start bei der Martinskir­che zum Stichwort „Gehen“: Der christlich­e Glaube wollte Menschen in Bewegung bringen.

Der zweite Impuls in den

Weinbergen beschäftig­te sich mit dem „Sehen“: Man solle die Schönheite­n der Natur und Landschaft bewusster wahrnehmen.

Stein in Form einer Sitzkuhle

Eine Betrachtun­g zum Thema „Sitzen“gab es beim Nonnensess­el, einem in Form einer Sitzkuhle gestaltete­n Stein. Ob die Nonnen vom Priorat auf dem Baiselsber­g

den eigentümli­chen Stein jemals hierzu nutzten, ist ungewiss. Zwischen den Ausgrabung­en des früheren Klosters ging es dann um das Stichwort „Stehen“– verbunden mit einer Betrachtun­g zu den umstehende­n alten Bäumen. Weitere Stationen waren die Klosterber­ghütte und der Eselsbrunn­en, dort wurde die Bedeutung des Wassers hervorgeho­ben.

Der 2019 geschaffen­e Horrheimer Martinsweg gehört zum rund 1200 Kilometer langen Pilgerweg vom Geburtsort des Heiligen St. Martin (316–397) in Ungarn zu seinem Wirkungsor­t in Tours in Frankreich. Zugleich ist er Teil des Martinus-Rad-Pilgerwege­s über 130 Kilometer von Besigheim über Maulbronn und Zaberfeld nach Heilbronn.

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