Po­ké­mon XY

(17. Staf­fel)

Blu-ray Magazin - - Animation - FAL­KO THEUNER

Nin­ten­dos ani­mier­te Wer­be­sen­dung Num­mer eins fas­zi­niert Kin­der und Ju­gend­li­che be­reits seit 1997 und zählt mo­men­tan 21 Staf­feln und 20 Ki­no­fil­me. Und auch nach über 20 Jah­ren scheint das Se­ri­en­prin­zip kein biss­chen ge­al­tert zu sein. Wäh­rend die aktuellsten Epi­so­den be­reits bei der Po­ké­mon-Ge­ne­ra­ti­on „Son­ne“bzw. „Mond“an­ge­kom­men sind und der neu­es­te Ki­no­film Ashs Aben­teu­er noch ein­mal von vor­ne be­gin­nen lässt, be­fasst sich die vor­lie­gen­de Staf­fel 17 mit Ashs Aben­teu­ern in der Ka­los-Re­gi­on, die Po­ké­mon-Fans aus den Spie­len „Po­ké­mon X“bzw. „Po­ké­mon Y“ken­nen.

Die Blu-ray Box bie­tet 48 Epi­so­den zu je rund 24 Mi­nu­ten auf fünf Discs für knapp 50 Eu­ro, was quan­ti­ta­tiv schon ein­mal ein gu­tes Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis ist. Und auch die Ani­ma­ti­ons-Qua­li­tät der Se­rie kann sich se­hen las­sen, wäh­rend die Hand­lungs­struk­tur wie in den Vor­staf­feln arg sim­pel bzw. ge­ne­risch ge­hal­ten wird: In den meis­ten Epi­so­den lernt Ash neue Po­ké­mon ken­nen, ver­sucht sie im Kampf zu be­sie­gen, was ihm mit der Kraft der Freund­schaft letzt­end­lich ge­lingt. Dass ihm da­bei re­gel­mä­ßig die Un­hol­de von Team Ro­cket über den Weg lau­fen, dürf­te eben­so klar sein. Auch dass Ash kurz nach sei­ner An­kunft in der Ka­los-Re­gi­on schon wie­der auf die Jagd nach Are­na-Or­den geht, um end­lich ein Po­ké­mon-Meis­ter wer­den zu kön­nen, dürf­te kaum über­ra­schen. Sein Ent­de­cker­geist und sei­ne be­din­gungs­lo­se Freu­de über­trägt der Prot­ago­nist den­noch sehr gut aufs Pu­bli­kum, wes­halb die Zu­schau­er auch gern ein Au­ge zu­drü­cken, wenn die neu­en Ei­gen­schaf­ten des 3DS-Spiels er­läu­tert wer­den. So be­fasst sich die zwei­te Fol­ge bei­spiels­wei­se mit dem The­ma der Me­ga-Ent­wick­lung, das auch in spä­te­ren Epi­so­den, wie et­wa Num­mer 33 „Das Band der Me­ga­ent­wick­lung“und Num­mer 42 „Der Ur­sprung der Me­ga­ent­wick­lung“ei­ne gro­ße Rol­le spielt. In der Epi­so­de „Ge­styl­te Coiff­waff!“geht es um die Sty­ling-Funk­ti­on und in „Ein Po­ké-Wer­be­vi­deo-Dreh mit Fol­gen!“um die Pro­mo-Vi­deo-Funk­ti­on des Spiels. Na­tür­lich fin­det die Handlung auch stets an „Ori­gi­nal­schau­plät­zen“aus dem Spiel statt, wes­halb das ge­schul­te Au­ge sämt­li­che Städ­te vom rie­si­gen Il­lu­mi­na-Ci­ty bis zum be­schau­li­chen Yant­ara Ci­ty wie­der er­kennt.

In ewi­ger Wie­der­ho­lung

Am En­de der Staf­fel wird Ash ge­gen die acht Are­nalei­ter an­ge­tre­ten sein, wo­bei ihn mit dem er­fin­de­ri­schen Ci­tro be­reits ei­ner von ih­nen bei sei­nen Aben­teu­ern be­glei­tet. Ci­tros klei­ne Schwes­ter Heu­re­ka sorgt zu­dem für ei­ni­ges Cha­os, freun­det sich mit ih­rer po­si­ti­ven Art je­doch auch schnell mit so ei­ni­gen Ta­schen­mons­tern an. Nun ist „Po­ké­mon“für die Mög­lich­keit be­kannt, dass hier tier­ar­ti­ge We­sen ge­fan­gen, in klei­ne Bäl­le ge­zwängt und für Show-Kämp­fe ab­ge­rich­tet wer­den. Die Se­rie löst die­ses Image-Pro­blem, in­dem Ash als Vor­zei­ge-Po­ké­mon-Trai­ner Be­zie­hun­gen zu den klei­nen Le­be­we­sen auf­baut, die größ­ten­teils freund­schaft­li­cher Na­tur sind. Statt er­zwun­ge­ner Skla­ve­rei fol­gen ihm die Tie­re al­so frei­wil­lig und wol­len sich so­gar den Kämp­fen hin­ge­ben. Da­durch ent­ste­hen mo­ra­li­sche Sub­plots über Freund­schaft, ei­ne ak­ti­ve Frei­zeit­ge­stal­tung und Na­tur­ver­bun­den­heit, die so­gar äu­ßerst wün­schens­wert sind. Ob­wohl al­so so ziem­lich al­les beim al­ten ge­blie­ben ist, un­ter­hal­ten die Epi­so­den auf ih­re ein­lul­len­de Art. Po­ké­mon-Fans be­kom­men dem­nach das, was sie er­war­ten, in­klu­si­ve vie­ler al­ter und neu­er Po­ké­mons und ei­ni­ger Trai­ner-Tipps.

Tech­nisch ge­se­hen bie­tet die Blu-ray nur den Vor­teil ge­gen­über der gleicht­eu­ren DVD-Ver­si­on, dass mehr Epi­so­den auf ei­ne Schei­be pas­sen. Die vi­su­el­le Pracht hält sich rein vom Schär­fe-Aspekt her in Gren­zen, wes­halb häu­fig Trepp­chen­bil­dung, Zei­len­ver­schie­bun­gen, Dop­pel­kon­tu­ren und Un­schär­fen zu be­ob­ach­ten sind. Der Ste­reo-Ton er­füllt sei­nen Zweck.

Bei Ash dreht sich auch dies­mal vie­les um Freund­schaft und na­tür­lich sü­ße Kampf­tier­chen

Tech­nisch weiß die Se­rie nicht zu glän­zen, trotz­dem ist sie ganz gut ani­miert

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