Joe Bo­na­mas­sa

Bri­tish Blues Ex­plo­si­on Live

Blu-ray Magazin - - Special Interest -

Ei­gent­lich braucht er kei­ne Ein­füh­rung, be­kommt sie aber trotz­dem: Joe Bo­na­mas­sa ist Jahr­gang 1977 und stammt aus dem US-ame­ri­ka­ni­schen New Hart­ford. Wer es dem Ti­tel noch nicht ent­nom­men hat, dem sei ge­sagt dass Bo­na­mas­sa ein be­gna­de­ter Blues-Gi­tar­rist und kom­pe­ten­ter Sän­ger ist. Die Lie­be zur Gi­tar­re ent­deck­te Joe Bo­na­mas­sa früh, denn sein Va­ter führ­te ein Gi­tar­ren­ge­schäft. Das ers­te kind­ge­rech­te Mo­dell hat­te er mit vier, im Al­ter von zwölf spiel­te er be­reits mit B.B. King. Man könn­te al­so nach die­sem recht di­rek­ten Weg in den Blues da­von aus­ge­hen, dass Joe Bo­na­mas­sa kein Mann der Um­we­ge ist. Und tat­säch­lich ist die Blu-ray zu „Bri­tish Blues Ex­plo­si­on“ei­ne ziem­lich ge­rad­li­ni­ge Sa­che. Der zwei­fach für den Gram­my no­mi­nier­te Gi­tar­rist und sei­ne über­aus kom­pe­ten­te Band zol­len recht schnör­kel­los dem Blues At­tri­but und be­den­ken da­bei Vor­bil­der wie Eric Clap­ton, Jim­my Pa­ge und Jeff Beck mit Auf­merk­sam­keit. Das macht „Bri­tish Blues Ex­plo­si­on Live“als Ver­öf­fent­li­chung zu ei­nem schi­cken Blues-All­roun­der für die­sen Som­mer – auch weil die Songs ein­fach Lau­ne ma­chen. Kei­ne über­mä­ßig ex­tra­va­gan­te Licht­show, kei­ne Spe­zi­al­ef­fek­te, son­dern ein­fach nur Mu­si­ker mit Spaß an dem, was sie tun. Was nicht heißt, dass Bo­na­mas­sa kein En­ter­tai­ner ist. Er zeigt durch­aus auf un­ter­halt­sa­me Art, was er so kann. Die Blu-ray prä­sen­tiert das Kon­zert beim Gre­en­wich Mu­sic Ti­me Fes­ti­val im Old Roy­al Na­val Col­le­ge in Lon­don am 7. Ju­li 2016. Das Wet­ter sieht pas­send zum Na­men der Ver­öf­fent­li­chung reich­lich bri­tisch aus, aber das Grau kann man weg­ste­cken, denn von der Büh­ne scheint durch­aus die Son­ne. Eben ei­ne blaue Som­mer­nacht, man kann näm­lich se­hen, wie es nach und nach dun­kel wird vor der Büh­ne. Das sind dann auch die be­son­ders stim­mungs­vol­len Auf­nah­men, in de­nen war­mes Licht auf die Dun­kel­heit trifft, und da­bei den Aus­nah­me­gi­tar­ris­ten an­strahlt. Der Sound ist schön klar, aber auch dre­ckig ge­nug, und die Ab­mi­schung ist or­dent­lich. Auch wenn ge­le­gent­lich Bild­kör­nung auf­tritt, zum Bei­spiel wenn die Ka­me­ra in den dunk­len Sze­nen Rich­tung Pu­bli­kum schwenkt, schmä­lert das kei­nes­wegs das Blues-Ver­gnü­gen.

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