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Blu-ray Magazin - - Service - FAL­KO THEUNER

The Aven­gers: In­fi­ni­ty War (UHD), A Qu­iet Place (UHD), Pa­wo (UHD), The Aven­gers (UHD), Re­a­dy Play­er One (UHD)

Es ist kein Ge­heim­nis, dass der neu­es­te und größ­te Mar­vel-Su­per­hel­den-Film kom­plett für das rie­si­ge IMAX-Bild­for­mat in 1.90:1 pro­du­ziert wur­de. Ent­spre­chend wur­de das Fra­ming dar­an an­ge­passt und ent­schie­den, was zu se­hen ist und was nicht. So heißt es zu­min­dest in ei­nem Wer­be­vi­deo, in dem Pro­du­zent Ke­vin Fei­ge so­wie die Re­gis­seu­re Ant­ho­ny und Joe Rus­so er­klä­ren, wes­halb es sich lohnt die IMAX-Ver­si­on die­ses in jed­we­der Hin­sicht ge­wal­ti­gen Fil­mes zu schau­en. 26 Pro­zent mehr Bild sol­len zu se­hen sein, al­so über ein vier­tel mehr Bild­in­for­ma­tio­nen fürs Au­ge. Wo die Zu­schau­er in den Stan­dard-Ki­nos al­so oben und un­ten ei­nen hef­ti­gen Bild­be­schnitt hat­ten, so­dass stel­len­wei­se Köp­fe an­ge­schnit­ten wa­ren, ka­men die IMAX-Be­su­cher in den Ge­nuss des voll­stän­di­gen Bil­des. Nun war es in der Ver­gan­gen­heit so, dass ins­be­son­de­re die 3D-Blu­rays von IMAX-Sze­nen in Mar­vel-Fil­men pro­fi­tier­ten, da hier­für die IMAX-3D-Ver­si­on des Fil­mes als Vor­la­ge dien­te. Käu­fer, die al­so ver­gleichs­wei­se mehr Geld für die 3D-Schei­be aus­ga­ben, er­hiel­ten dem­ent­spre­chend die bes­te Ver­si­on, die sie krie­gen konn­ten.

Be­schnit­te­nes Bild

Bei „Aven­gers: In­fi­ni­ty War“ist dies nun an­ders. Sämt­li­chen Heim­ki­no-Edi­tio­nen die­ses Fil­mes liegt die Ki­no­ver­si­on zu­grun­de, die mit ih­rem brei­ten Bild­sei­ten­ver­hält­nis von 2.39 : 1 ins­be­son­de­re Be­sit­zer ei­nes Pro­jek­tors samt Wi­de­screen-Lein­wand glück­lich ma­chen dürf­te. Film­fans mit ei­nem 16 : 9-Flach­bild­fern­se­her oder ei­ner ent­spre­chen­den Lein­wand hin­ge­gen se­hen am obe­ren und un­te­ren Bild­rand di­cke, schwar­ze Bal­ken, wo ei­gent­lich das Ori­gi­nal­bild noch wei­ter­ge­hen wür­de. Dies­mal ha­ben die Blu-rayKäu­fer al­so kei­ne Wahl mehr, was scha­de ist, da der drit­te Aven­gers-Film mit sehr viel Auf­wand voll­stän­dig im grö­ße­ren For­mat pro­du­ziert wur­de, so­dass es noch nicht ein­mal zu ei­nem For­mat­wech­sel in­ner­halb des Fil­mes kom­men wür­de. Ne­ben der 3D-Schei­be, die eben­falls sehr da­von pro­fi­tiert hät­te, ist es ins­be­son­de­re die UHD-Blu­ray-Ver­si­on, der ein op­tio­na­les For­mat bzw. die IMAX-Vor­la­ge als Ba­sis gut ge­tan hät­te. Un­ab­hän­gig da­von gibt es im Di­rekt­ver­gleich zwi­schen der Stan­dard- und der UHD-Blu-ray den­noch Vor­tei­le. Auf­grund des feh­len­den Dol­by-Vi­si­on-Ein­sat­zes ist das HDR10-Bild durch­gän­gig düs­te­rer als bei der HD-Schei­be. Dank des bes­se­ren Schwarz­wer­tes so­wie des op­ti­mier­ten Kon­trasts er­scheint bei­spiels­wei­se die Er­öff­nungs­se­quenz mit Lo­ki & Co. bril­lan­ter als bei der SDR-Ver­si­on der Blu­ray. Kan­ten sind de­fi­nier­ter und wir­ken schär­fer, Tex­tu­ren prä­sen­tie­ren viel­fäl­ti­ge­re De­tails. Far­ben sind we­ni­ger warm ein­ge­stellt und ten­die­ren stär­ker ins Küh­le­re. Zwar re­la­ti­viert die an­fäng­li­che To­ny-Pep­per-Sze­ne das gan­ze wie­der, da sie in al­len Ver­sio­nen re­la­tiv schwa­che Far­ben und ei­nen un­ter­durch­schnitt­li­chen Kon­trast auf­weist. Dies ist al­ler­dings nur ei­ne der we­ni­gen Aus­nah­men, wel­che die in der Re­gel sehr gu­ten Bil­der be­stä­ti­gen. Gibt es al­so ei­nen Schär­fe-Un­ter­schied? Durch­aus. Die­ser scheint aber haupt­säch­lich durch den bes­se­ren Kon­trast zu­stan­de zu kom­men. Ein klei­nes Schär­fep­lus auf­grund der bes­se­ren Kom­pres­si­on tut dann den Rest. An­ders als bei der Blu-ray darf man sich über eng­li­schen Dol­by-At­mos-Ton freu­en. Die deut­sche Ton­spur ist im­mer­hin in Dol­by Di­gi­tal Plus 7.1 ab­ge­mischt.

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