We­ge zum Ruhm

Blu-ray Magazin - - Retro - PW

An­ti-Kriegs­film/Dra­ma OT: Paths Of Glo­ry L: US J: 1957 V: Film­con­fect B: 1.66:1

T: DTS-HD MA 2.0 R: St­an­ley Ku­brick D: Kirk Dou­glas, Ge­or­ge Mcrea­dy, Adol­phe Men­jou LZ: 88 min FSK: 12 W-Co­ver: ja VÖ: 27.04.18 × 1 Ex­tras: 0,5/10

Un­ter den Aus­nah­me­fil­men von Re­gie-Le­gen­de St­an­ley Ku­brick wird sein be­klem­men­des An­ti-Kriegs­dra­ma „We­ge zum Ruhm“von 1957 ger­ne als ver­ges­se­nes Meis­ter­werk be­zeich­net. Ba­sie­rend auf dem gleich­na­mi­gen Ro­man von Hum­phrey Cobb kre­ierte der da­mals noch recht un­be­kann­te Ku­brick ei­nen er­schüt­tern­den Film über die Sinn­lo­sig­keit und In­hu­ma­ni­tät des Krie­ges. Ein­ge­bet­tet in die Ku­lis­se des Ers­ten Welt­krie­ges geht es um den fran­zö­si­schen Co­lo­nel Dax (Kirk Dou­glas), der auf Be­fehl des ehr­gei­zi­gen und macht­gie­ri­gen Ge­ne­rals Paul Mi­reau (Ge­or­ge Mcrea­dy) ei­ne wich­ti­ge Stel­lung der Deut­schen er­obern soll. Nach­dem die ers­te An­griffs­wel­le fast kom­plett auf­ge­rie­ben wird, ver­wei­gert die Hälf­te des Re­gi­ments den zwei­ten An­sturm. Em­pört über die­ses Ver­hal­ten be­fiehlt Mi­reau, an drei Sol­da­ten der Ein­heit ein Ex­em­pel zu sta­tu­ie­ren. Sie sol­len we­gen „Feig­heit vor dem Feind“vor ein Kriegs­ge­richt ge­bracht und exe­ku­tiert wer­den. Als stu­dier­ter An­walt über­nimmt Dax die Ver­tei­di­gung sei­ner Män­ner und ver­sucht den Ober­be­fehls­ha­ber Brou­lard (Adol­phe Men­jou) von ih­rer Un­schuld und Tap­fer­keit zu über­zeu­gen. Ähn­lich wie in sei­nem spä­te­ren Meis­ter­werk „Full Me­tal Ja­cket“kon­zen­triert sich Ku­brick auch hier we­ni­ger auf die Schre­cken an der Front, son­dern zeigt mit scho­nungs­lo­ser Prä­zi­si­on die tie­fen mo­ra­li­schen Ab­grün­de auf, die der Krieg in Men­schen her­vor bringt. Lei­der kann die Tech­nik nicht mit­hal­ten. Schär­fe und Kon­trast ge­hen für ei­nen über 60 Jah­re al­ten Film ganz in Ord­nung. Auch die Kör­nung ist noch er­träg­lich. Das star­ke Bild­rau­schen, klei­ne­re Ne­ga­tiv­feh­ler so­wie die teil­wei­se über­steu­er­te Mo­no-Ton­spur wer­den ei­nem der bes­ten Kriegs­fil­me al­ler Zei­ten aber nicht ge­recht.

Ku­bricks mes­ser­schar­fe Be­ob­ach­tun­gen und sei­ne Abrech­nung mit fal­schem Pflicht­ge­fühl ha­ben nicht an Re­le­vanz ver­lo­ren

Das Bild kann qua­li­ta­tiv nicht mit der Hand­lung mit­hal­ten

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