Br­ex­it: May wirbt um Zeit

Op­po­si­ti­on will Ab­stim­mung über Ab­kom­men er­zwin­gen

Bramscher Nachrichten - - POLITIK - AFP, dpa

LON­DON Die bri­ti­sche Re­gie­rung ver­sucht vom Par­la­ment in Lon­don mehr Zeit für Br­ex­it-Nach­ver­hand­lun­gen mit der EU zu ge­win­nen. In ei­nem In­ter­view warb der Mi­nis­ter für Woh­nungs­bau, Ja­mes Bro­kenshire, ges­tern da­für, ei­ne neu­er­li­che Ab­stim­mung im Un­ter­haus über die Mo­da­li­tä­ten des Br­ex­its bis zum 27. Fe­bru­ar hin­aus­zu­zö­gern, falls May nicht schon vor­her die ge­wünsch- ten Zu­ge­ständ­nis­se in Brüs­sel aus­han­deln kön­ne.

Nach bis­he­ri­ger Pla­nung soll das Un­ter­haus am 14. Fe­bru­ar er­neut über meh­re­re Br­ex­it-Op­tio­nen ab­stim­men. Ei­ne Mehr­heit für den be­reits aus­ge­han­del­ten Br­ex­it-Ver­trag in Brüs­sel ist da­bei aber nicht in Sicht – eben­so­we­nig wie die Zu­stim­mung der EU zu den von Lon­don ge­wünsch­ten Än­de­run­gen. Am Mon­tag sol­len da­zu in Brüs­sel wei­te­re Ge­sprä­che ge­führt wer­den.

Der Br­ex­it-Ex­per­te der op­po­si­tio­nel­len La­bour-Par­tei, Keir St­ar­mer, sag­te, sei­ne Par­tei wol­le am Don­ners­tag ei­ne zwei­te und end­gül­ti­ge Ab­stim­mung über Mays Br­ex­it-Ab­kom­men bis En­de Fe­bru­ar er­zwin­gen. La­bour wä­re da­bei aber auf Un­ter­stüt­zung von EU-freund­li­chen Ab­ge­ord­ne­ten des Re­gie­rungs­la­gers an­ge­wie­sen.

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