Wei­chen­stel­lun­gen

Bramscher Nachrichten - - BLICK NACH OSNABRÜCK - Von San­dra Dorn [email protected]

Bis­lang hat die Stadt Os­na­brück es ver­säumt, im Woh­nungs­bau ih­re Steue­rungs­mög­lich­kei­ten zu nut­zen. Das wird jetzt mit Hoch­druck nach­ge­holt.

Erst leg­te die Stadt ei­ne Min­dest­quo­te von So­zi­al­woh­nun­gen bei grö­ße­ren Neu­bau­ten fest, jetzt end­lich geht sie dar­an, auch ih­re ei­ge­nen Grund­stü­cke mit Sinn und Ver­stand an den Markt zu brin­gen.

Und das wird höchs­te Zeit. Schon lan­ge be­schwe­ren sich Ste­phans­werk, WGO und Heim­stät­ten­ver­ein, dass sie be­zahl­ba­re Woh­nun­gen bau­en wol­len, aber ein­fach nicht an die Flä­chen ge­lan­gen – nicht mal, wenn die Stadt die Ei­gen­tü­me­rin ist, weil sie selbst zu ho­he Grund­stücks­prei­se ver­langt.

Die­ses Di­lem­ma wird mit dem neu­en Ver­fah­ren, Grund­stü­cke nach Kon­zept statt nach dem Höchst­preis zu ver­ge­ben, hof­fent­lich be­ho­ben. Doch gilt, was bei al­len der­zei­ti­gen Be­mü­hun­gen um Wohn­raum gilt: Es wird dau­ern. Bis bei­spiels­wei­se aus den 16 Hekt­ar Land, die die Stadt im Schin­kel er­wor­ben hat, ein Bau­ge­biet ent­steht, dürf­ten noch vie­le Mo­na­te ver­strei­chen. Aber dann bie­tet das neue Ver­ga­be­kon­zept gro­ße Chan­cen.

Die Wei­chen, die Os­na­brück jetzt stellt, sind ent­schei­dend für die nächs­ten Jahr­zehn­te. Denn bald wird der Stadt das Bau­land aus­ge­gan­gen sein.

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