So­gar die Bay­ern woll­ten ihn

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OS­NA­BRÜCK Im Krei­se sei­ner Fa­mi­lie fei­er­te ges­tern ein Dau­er­bren­ner der VfLÄ­ra, die als „gol­de­ne Jah­re“des Ver­eins gel­ten, gut ei­ne Wo­che nach dem Eh­ren­tag sei­nen 75. Ge­burts­tag. „Char­ly“Tripp er­freut sich bes­ter Ge­sund­heit und ei­ner in­tak­ten Fa­mi­lie – Noah, jüngs­ter En­kel, ist seit ei­ner Füh­rung durch Sta­di­on und Mu­se­um vom VfL-Fie­ber ge­packt.

Von 1968 bis 1974 spiel­te sein Groß­va­ter für die Li­laWei­ßen; erst als Stür­mer, spä­ter als Li­be­ro ver­pass­te der po­pu­lä­re „Char­ly“(von dem nur we­ni­ge wis­sen, dass er „Karl-Au­gust“heißt) kaum ei­ne Par­tie. Drei Nord­meis­ter­schaf­ten, zwei zwei­te Plät­ze und fünf Auf­stiegs­run­den ste­hen in sei­ner sport­li­chen Vi­ta, die we­gen ei­nes Achil­les­seh­nen­ris­ses vor­zei­tig en­de­te. In Has­ber­gen wur­de der Mar­bur­ger hei­misch, beim VfL Klos­ter Oe­se­de fand er – erst als Fuß­ball­trai­ner, dann als Ten­nis­spie­ler – ei­ne sport­li­che Hei­mat.

Gern hält Tripp die Kon­tak­te zu sei­nen Ex­clubs: Zu­letzt war er – erst­mals mit sei­nem lan­ge in Afri­ka und Frank­reich tä­ti­gen Bru­der Ge­org – bei ei­nem tra­di­tio­nel­len Tref­fen Mar­bur­ger Fuß­ball­grö­ßen. Auch bei Mainz 05 war er schon zu Gast. Im­mer­hin war er der Mit­tel­stür­mer der er­folg­rei­chen Mann­schaft des heu­ti­gen Bun­des­li­gis­ten, die 1964/65 im DFB-Po­kal erst Bun­des­li­ga-Spit­zen­rei­ter Wer­der Bre­men und dann den am­tie­ren­den Po­kal­sie­ger Mün­chen 1860 aus­schal­te­te. „Char­ly“ver­passt auch kein Tref­fen, wenn die al­ten Freun­de vom VfL oder aus Klos­ter Oe­se­de ru­fen. Dann ist auch die Ge­schich­te vom Pro­be­trai­ning beim FC Bay­ern Mün­chen 1967 da­bei, als der Ver­trag un­ter­schrifts­reif war, die Bay­ern aber die Ab­lö­se scheu­ten und ei­nen Rück­zie­her mach­ten.

Fo­to: Kem­me

Ju­bi­lar: Char­ly Tripp mit En­kel Noah.

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