Neid­hart: Es war ein­fach Zeit für Neu­es

Bramscher Nachrichten - - SPORT REGIONAL - Von Chris­ti­an Det­loff

LOT­TE Et­was über­ra­schend war Ni­co Neid­hart vor gut ei­nen Mo­nat vom Fuß­bal­lD­ritt­li­gis­ten Sport­freun­de Lot­te zum nie­der­län­di­schen Erst­li­gis­ten FC Em­men ge­wech­selt. An­pas­sungs- und Ein­ge­wöh­nungs­pro­ble­me hat­te der Au­ßen­ver­tei­di­ger nicht. „Mir kam ent­ge­gen, dass wir so­fort ins Trai­nings­la­ger nach Mar­bel­la ge­flo­gen sind“, sagt der 24-Jäh­ri­ge, der für ein­ein­halb Jah­re un­ter­schrie­ben hat und dem Ver­neh­men nach ab­lö­se­frei ge­wech­selt ist.

Die Mann­schaft ha­be ihn gut auf­ge­nom­men. Bis auf In­nen­ver­tei­di­ger Tim Siek­man, der mehr­fach im Lot­ter Pro­be­trai­ning war, hat­te er vor sei­nem Wech­sel nie­man­den im Ka­der ge­kannt. Auch sport­lich hat sich Neid­hart rasch her­an­ge­ar­bei­tet. Nach je­weils drei Ein­wech­sel­mi­nu­ten für den Ta­bel­len-Vier­zehn­ten ge­gen den PSV Eind­ho­ven (2:2) und VVV Ven­lo (3:2) spiel­te er ge­gen den AZ Alk­maar (0:5) be­reits ab der 46. Mi­nu­te. Am Sonn­tag im Heim­spiel ge­gen ADO Den Haag (3:2) kam er nicht zum Ein­satz. „Na­tür­lich gibt es ei­nen Un­ter­schied zur deut­schen 3. Li­ga, aber rie­sig ist er nicht. Fuß­bal­le­risch ist das Ni­veau na­tür­lich hö­her. Hier wird da­für nicht so viel ge­gen den Ball ge­ar­bei­tet“, er­klärt der ehe­ma­li­ge Ju­gend­spie­ler des VfL Os­na­brück, der sich auf gro­ße Geg­ner wie den Ta­bel­len­füh­rer PSV Eind­ho­ven, Ajax Ams­ter­dam und Fey­e­no­ord Rot­ter­dam freut.

Ge­gen Alk­maar ha­be er rich­tig zu spü­ren be­kom­men, dass in den Nie­der­lan­den viel Wert auf star­ke, flin­ke Au­ßen­stür­mer ge­legt wird. Aber auch da ist ihm nicht ban­ge. „Ich bin ge­kom­men, um zu spie­len. Mei­ne Ein­satz­zeit ge­gen Alk­maar hat mich aber mehr ge­freut als un­ser Er­geb­nis. Mein Ziel ist, mög­lichst schnell von Be­ginn an auf­zu­lau­fen“, sagt Neid­hart, der gleich­wohl weiß: „Es dau­ert erst noch ein, zwei Wo­chen, bis ich al­le Au­to­ma­tis­men des Teams ver­in­ner­licht ha­be – ganz nor­mal.“Auch die neue Spra­che ist für ihn kein all zu gro­ßes Pro­blem: „Ver­ste­hen geht im­mer bes­ser. Nie­der­län­disch spre­chen ist aber na­tür­lich noch schwer“, ge­steht Neid­hart.

Nach drei­ein­halb Spiel­zei­ten in Lot­te mit „sehr schö­nen Zei­ten, aber auch tur­bu­len­ten letz­ten ein­ein­halb Jah­ren“sei es an der Zeit ge­we­sen, ei­ne neue Her­aus­for­de­rung an­zu­neh­men. „Im Som­mer hat­ten Em­men und Trai­ner Dick Luk­ki­en be­reits In­ter­es­se an mir. Da hat­te es aber noch nicht ge­klappt. Es war nun ein­fach an der Zeit, et­was Neu­es zu ma­chen“, sagt Neid­hart, der von Lot­te nach Mep­pen ge­zo­gen ist – aber nicht ins El­tern­haus mit SV-Mep­pen-Trai­ner Chris­ti­an Neid­hart. „Mein Va­ter hat ge­sagt, dass der Wech­sel für mich ein Schritt nach vor­ne sein könn­te – die Ent­schei­dung ha­be ich aber kom­plett al­lei­ne ge­trof­fen“, sagt der 24-Jäh­ri­ge, der aus dem Ems­land 25 Mi­nu­ten zum Trai­nings­ge­län­de und Sta­di­on des Auf­stei­gers fährt.

Fo­to: ima­go/VI Images

Flink: Ni­co Neid­hart (links) ge­gen Ous­sa­ma Id­ris­si (AZ Alk­maar).

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