Geo­parks wol­len ko­ope­rie­ren

Ter­ra-Vi­ta und De Hondsrug in den Nie­der­lan­den mit 1,14 Mil­lio­nen Eu­ro ge­för­dert

Bramscher Nachrichten - - REGION - Pm

OS­NA­BRÜCK Das „größ­te Pro­jekt in der Ge­schich­te des Na­tur- und Geo­parks Ter­raVi­ta“kann mit Un­ter­stüt­zung der Eu­re­gio rea­li­siert wer­den, wie der Land­kreis Os­na­brück jetzt in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung be­kannt gab. Zu Jah­res­be­ginn er­hielt der Kreis dem­nach ei­nen Be­wil­li­gungs­be­scheid in Hö­he von rund 1,14 Mil­lio­nen Eu­ro. Die Mit­tel die­nen der Pro­fi­lie­rung der Unesco-Geo­parks Ter­ra-Vi­ta im Land­kreis Os­na­brück und De Hondsrug in den Nie­der­lan­den. Die För­der­gel­der ma­chen knapp 70 Pro­zent des Ge­samt­pro­jekt­vo­lu­mens in Hö­he von rund 1,65 Mil­lio­nen Eu­ro aus. Den Rest­be­trag steu­ern die Pro­jekt­be­tei­lig­ten bei.

Die Unesco hat ne­ben Geo­parks, Wel­ter­be­stät­ten und Bio­sphä­ren­re­ser­va­ten welt­weit le­dig­lich drei so­ge­nann­te Stät­ten klas­si­fi­ziert. „Wei­che Stand­ort­fak­to­ren spie­len in Zei­ten von Voll­be­schäf­ti­gung ei­ne im­mer grö­ße­re Rol­le im Wett­be­werb um Ar­beits­kräf­te. Vor die­sem Hin­ter­grund er­hält die Aus­zeich­nung der Re­gi­on im Jahr 2015 als Unesco-Stät­te noch ein­mal zu­sätz­lich an Be­deu­tung“, wird Mi­chel Lüb­bers­mann als Ter­ra-Vi­ta-Vor­sit­zen­der zi­tiert.

Zwi­schen den bei­den Geo­parks lie­gen nur rund 50 Ki­lo­me­ter. In­so­fern sei ei­ne Zu­sam­men­ar­beit na­he­lie­gend, sagt Ca­thrien Post­hu­mus. Die Ge­schäfts­füh­re­rin des Geo­parks De Hondsrug be­nennt die zen­tra­len Zie­le des Vor­ha­bens: „In bei­den Geo­parks stre­ben wir die Ver­bes­se­rung der Wahr­nehm­bar­keit und In­wert­set­zung des Unesco-La­bels an, eben­so die Er­hö­hung der Be­su­cher­zah­len bei­der­seits der Gren­ze. Dar­über hin­aus wol­len wir Bei­trä­ge zur Völ­ker­ver­stän­di­gung und Um­welt­bil­dung lie­fern.“

Das Pro­jekt hat ei­ne Lauf­zeit bis 2022. Ne­ben dem Land­kreis Os­na­brück sind auf hol­län­di­scher Sei­te die Tou­ris­mus­or­ga­ni­sa­ti­on Re­crea­tie­schap Dren­the, das Mu­se­um Hu­nebed­cen­ter in Bor­ger und die Stif­tung Be­houd Gro­ene Hor­tus so­wie auf deut­scher Sei­te das Mu­se­um am Schö­ler­berg in Os­na­brück, der Zweck­ver­band Er­ho­lungs­ge­biet Ha­se­tal und der In­ter­na­tio­na­le Na­tur­park Moor im Ems­land als Part­ner be­tei­ligt.

Wan­dern nach Gro­n­in­gen

Im Rah­men des Pro­jekts sol­len zehn Vor­ha­ben um­ge­setzt wer­den. Als ver­bin­den­des An­ker­pro­jekt soll bei­spiels­wei­se der Hü­nen­weg zwi­schen bei­den Geo­parks als Wan­der­weg aus­ge­wie­sen wer­den – vom Rat­haus Os­na­brück über Mep­pen und Em­men bis zum Rat­haus Gro­n­in­gen. Um ei­ne bes­se­re Ori­en­tie­rung und ei­nen ers­ten Über­blick über die bei­den Geo­parks zu lie­fern, wer­den zu­dem ge­mein­sa­me ana­lo­ge und di­gi­ta­le Ge­biets­kar­ten her­ge­stellt. Ei­nem jün­ge­ren Pu­bli­kum sol­len sich die bei­den Parks spie­le­risch über ei­ne so­ge­nann­te Geo­ga­me App er­schlie­ßen.

Fo­to: Land­kreis Os­na­brück/Henning Mül­ler-De­tert

Tref­fen am Hü­nen­weg zwi­schen Os­na­brück und Gro­n­in­gen: Ter­ra-Vi­ta-Ge­schäfts­füh­rer Hans-Hart­mut Escher, Land­rat Micha­el Lüb­bers­mann und De-Hondsrug-Ge­schäfts­füh­re­rin Ca­thrien Post­hu­mus (v. l.).

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