Bramscher Nachrichten : 2019-02-11

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POLITIK MONTAG, 11. FEBRUAR 2019 4 Reichweite des russischen Marschflugkörpers 9M729 9M729 war der Stein des Anstoßes: Im Streit um das russische Waffensystem stiegen Washington und Moskau aus dem INFAbrüstungsvertrag aus. Nun soll Russland mehr dieser Marschflugkörper haben als bisher bekannt. Der Flugkörper wird mit seiner Startrampe auf Lastwagen transportiert. So weit würde er fliegen, wenn er vom westlichsten Punkt der russischen Oblast Kaliningrad abgefeuert würde: Angabe der USA 2600 km Verstoß gegen INF-Vertrag Angabe Russlands 480 km FRANKFURT Russland hat seine umstrittenen Marschflugkörper vom Typ 9M729 an mehr Standorten aufgestellt als bisher bekannt. Das berichtete die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“(FAS) unter Berufung auf einen ranghohen westlichen Geheimdienstbeamten. Neben einem Ausbildungsbataillon auf dem südrussischen Testgelände Kapustin Jar und einem Bataillon in Kamyschlow östlich von Jekaterinburg gibt es demnach noch zwei weitere Stationierungsorte: Mosdok in Nordossetien sowie Schuja in der Nähe von Moskau. Über den Standort in Schuja hatten die USA ihre Nato-Partner dem Bericht zufolge erstmals in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres informiert. Jedes der vier Bataillone verfügt laut „FAS“über vier Startfahrzeuge auf Rädern, die jeweils vier Raketen mit sich führen. Folglich besitze Russland mindestens 64 der umstrittenen neuen Marschflugkörper, die sowohl mit einem konventionellen als auch mit einem atomaren Sprengkopf bestückt werden können. Russland und die USA waren in der vergangenen Woche aus dem 1987 geschlossenen INF-Abrüstungsvertrag ausgestiegen. Das Abkommen verbietet landgestützte nach INF-Vertrag erlaubt RUSSLAND Reykjavík Helsinki Oslo Stockholm Tallinn Moskau Kaliningrad Kopenhagen Minsk Kiew Dublin Warschau Amsterdam Berlin London Prag Brüssel Paris Budapest Teheran Wien Bukarest Sofia Ankara Rom Bagdad Beirut Madrid Athen Jerusalem Lissabon Tunis Tripolis Algier Kairo Quelle: dpa, Google Earth

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