NEU! EOS R Spiegelloses Vollformat

Al­les über Ca­nons hei­ße Pho­to­ki­na-Welt­pre­mie­re! Die neue spie­gel­lo­se Voll­for­mat­ka­me­ra EOS R mit 30 Me­ga­pi­xeln, 5.655 Au­to­fo­kus­po­si­tio­nen und neu­em RF-Ba­jo­nett.

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Be­reits An­fang Sep­tem­ber wur­den die Ge­rüch­te um Ca­nons neu­es Voll­for­mat­sys­tem grö­ßer, nun wur­de das lan­ge wohl­be­hü­te­te Ge­heim­nis ge­lüf­tet – un­mit­tel­bar nach der Vor­stel­lung von Ni­kons neu­em Z-Sys­tem En­de Au­gust in To­kio. Ben­ja­min Lo­renz, stell­ver­tre­ten­der Chef­re­dak­teur Ca­non­Fo­to, war live vor Ort und konn­te sich be­reits ei­nen ers­ten Ein­druck von Hap­tik und Bild­qua­li­tät der EOS R ver­schaf­fen, Ca­nons ers­ter spie­gel­lo­ser Sys­tem­ka­me­ra mit Voll­for­mat­sen­sor.

Im Jahr 1987 stell­te Ca­non sein EOS-Ka­me­ra­sys­tem vor. Herz­stück war das EF-Ob­jek­tiv­ba­jo­nett, das die ers­te voll­elek­tro­ni­sche Si­gnal­über­tra­gung zwi­schen Ob­jek­tiv und Ka­me­ra er­mög­lich­te. 31 Jah­re spä­ter kommt nun der nächs­te Mei­len­stein in der His­to­rie des tra­di­ti­ons­rei­chen Un­ter­neh­mens: die EOS R. Aus­ge­stat­tet mit dem neu­en RF-Ob­jek­tiv­ba­jo­nett, das ei­nen 12-po­li­gen An­schluss, ein Auf­la­ge­maß von 20 Mil­li­me­tern und ei­nen Ba­jo­nett­durch­mes­ser von 54 Mil­lim­tern bie­tet. Al­le vor­han­de­nen EF- und EF-S-Ob­jek­ti­ve kön­nen mit ei­nem von ins­ge­samt vier vor­ge­stell­ten Ad­ap­tern wei­ter­hin ge­nutzt wer­den, das macht den Sys­tem­wech­sel vor al­lem Ca­non-Nut­zern ein­fach. Der ver­bau­te 35mm-Vollformat-CMOS-Sen­sor löst mit ca. 30,3 Mil­lio­nen ef­fek­ti­ven Pi­xeln (tat­säch­li­che Pi­xel­an­zahl ca. 31,7 Mil­lio­nen) aus und be­sitzt den neu­es­ten Di­gic-8-Bild­pro­zes­sor. In­ter­es­sant dürf­te auch der nun noch leis­tungs­stär­ke­re Di­gi­tal Lens Op­ti­mi­zer sein, der die Ab­bil­dungs­leis­tung der Ob­jek­ti­ve op­ti­mie­ren soll. Da­zu nutzt er die Kor­rek­tur­da­ten, die das je­wei­li­ge RF-Ob­jek­tiv di­rekt an die Ka­me­ra sen­det.

5.655 Au­to­fo­kus­po­si­tio­nen

In Sa­chen Au­to­fo­kus stellt Ca­non ei­nen neu­en Re­kord auf: In nur 0,05 Se­kun­den soll die EOS R fo­kus­sie­ren. Zu­sätz­lich ver­fügt die Ka­me­ra über ei­nen Touch-and-Drag-Au­to­fo­kus. Die­se Funk­ti­on er­laubt ei­ne di­rek­te Aus­wahl des Schär­fe­punkts über be­ein­dru­cken­de 5.655 wähl­ba­re Au­to­fo­kus­po­si­tio­nen. In der Pra­xis lässt sich so­mit prak­tisch je­der Be­reich im Mo­tiv an­vi­sie­ren und au­to­ma­tisch scharf stel­len. Das er­öff­net ganz neue Mög­lich­kei­ten, wie sich in un­se­rem ers­ten Pra­xis­test in London zeig­te. Rei­hen­auf­nah­men lich­tet die EOS R mit acht Bil­dern pro Se­kun­de (oh­ne AF-Nach­füh­rung) be­zie­hungs­wei­se fünf Bil­dern pro Se­kun­de mit AF-Nach­füh­rung ab. Ca­non ver­spricht au­ßer­dem erst­klas­si­ge Low-Light-Ei­gen­schaf­ten und ei­nen zu­ver­läs­si­gen Au­to­fo­kus bei ei­nem Licht­wert bis –6. Letz­te­res ist eben­falls ein neu­er Best­wert in die­sem Be­reich.

Kla­rer OLED-Su­cher

Fo­to­gra­fiert wird wahl­wei­se über das Dre­hund schwenk­ba­re Touch­dis­play, das ei­ne Dia­go­na­le von 3,2 Zoll be­sitzt, oder über den elek­tro­ni­schen OLED-Su­cher. Die­ser löst mit 3,69 Mil­lio­nen Bild­punk­ten hell und klar auf. Bei

DER DU­AL-PIXELAUTOFOKUS IST DAS HIGH­LIGHT DER

EOS R. JE­DER PUNKT LÄSST SICH BE­LIE­BIG SCHARF STEL­LEN.

Ben­ja­min Lo­renz, stv. Chef­re­dak­teur

Ta­ges­licht konn­ten wir so gut wie kei­nen vi­su­el­len Un­ter­schied zum klas­si­schen DSLR-Su­cher er­ken­nen. Bei un­se­rem Low-Light-Test mach­te er eben­falls ei­ne rund­um gu­te Fi­gur.

Touch-Bar und Con­trol Ring

Na­he­zu je­des Be­dien­ele­ment am EOS-R-Ge­häu­se ist in­di­vi­du­ell kon­fi­gu­rier­bar. Die EOS R ver­fügt et­wa als ers­tes Mo­dell der Ca­non-EOS-Se­rie über ei­ne an­pass­ba­re Mul­ti­funk­ti­ons-Touch-Bar, über die man mit ei­ner Wisch- oder Touch­be­we­gung die je­weils kon­fi­gu­rier­te Ein­stel­lung (z. B. ISO) re­geln kann. So­gar die neu ent­wi­ckel­ten RF-Ob­jek­ti­ve (s. In­fo­kas­ten auf Sei­te 14) be­sit­zen ei­nen wei­te­ren Kon­troll­ring, der sich mit ei­ner Funk­ti­on be­le­gen lässt. Trotz al­ler Viel­falt er­leich­tert da­bei die ver­trau­te EOS-Hand­ha­bung den Ein­stieg. Um wet­ter­un­ab­hän­gi­ger zu fo­to­gra­fie­ren, ist das Ge­häu­se der EOS R aus Ma­g­ne­si­um­le­gie­rung und Po­ly­car­bo­nat mit Glas­fa­ser­kunst­stoff­tei­len ge­gen Staub und Spritz­was­ser ge­schützt. Das Ge­wicht liegt bei cir­ca 660 Gramm mit Ak­ku und Spei­cher­kar­te. Apro­pos Ak­ku. Die­ser bie­tet nach of­fi­zi­el­len CIPA-Mes­sun­gen Ener­gie für bis zu 370 Auf­nah­men. Ein durch­schnitt­li­cher Wert in die­sem Seg­ment. Ei­ne Sony Al­pha 7 II kommt bei­spiels­wei­se auf 340, ei­ne Ni­kon Z 7 auf 330 Bil­der. Den Best­wert lie­fert die Sony A7R III mit 650 Auf­nah­men. Die Ca­non EOS 5D Mark IV kommt auf 900 Fo­tos. Für Kon­nek­ti­vi­tät sor­gen WLAN und Blue­tooth. So las­sen sich in Kom­bi­na­ti­on mit der Ca­me­raCon­nect-App (für An­dro­id und iOS) Fo­tos und Vi­de­os di­rekt auf das Smart­pho­ne oder Ta­blet über­tra­gen. In­tern wer­den die Bil­der bei der EOS R auf ei­ner SD-Spei­cher­kar­te (SD/SDHC/ SDXC und UHS-II) ab­ge­legt. Un­ter­stützt wer­den da­bei un­ter an­de­rem die haus­ei­ge­nen For­ma­te Du­al Pi­xel RAW und C-RAW. Auf ei­nen von ei­ni­gen Fo­to­gra­fen ge­for­der­ten zwei­ten Spei­cher­kar­ten­slot (s. Face­book-Kom­men­ta­re auf Sei­te 14) hat das Un­ter­neh­men in­des ver­zich­tet. Ge­nau wie auf ei­nen in­ter­nen Bild­s­ta­bi­li­sa­tor, wie ihn et­wa Ni­kons Z-Se­rie so­wie aus­ge­wähl­te Pa­na­so­ni­cund Fu­ji­film-Mo­del­le bie­ten. Hier ver­folgt Ca­non

wei­ter die Stra­te­gie der Sta­bi­li­sie­rung im Ob­jek­tiv. So brin­gen et­wa zwei der neu vor­ge­stell­ten RF-Ob­jek­ti­ve ei­nen 5-Ach­sen-Sta­bi­li­sa­tor mit, der Ver­wack­lun­gen ent­spre­chend kom­pen­sie­ren soll.

Vi­deo in 4K und 10 Bit

Das The­ma Vi­deo wird für Fo­to­gra­fen im­mer wich­ti­ger, das weiß auch Ca­non und setzt des­halb auf ei­ne Auf­lö­sung von bis zu 4K mit 10-BitAus­gang über HDMI. Die Kon­kur­renz von Sony lie­fert in die­sem Be­reich bei­spiels­wei­se nur 8 Bit. Zu­dem un­ter­stützt die EOS R Ca­non Log, ei­ne Auf­nah­me­ein­stel­lung mit neu­tra­lem Kon­trast und bis zu zwölf Blen­den­stu­fen Dy­na­mik­um­fang, die sich in der Post­pro­duk­ti­on aus­zah­len sol­len. Der Ca­non EOS R Bo­dy soll laut Her­stel­ler ab dem 9. Ok­to­ber 2018 ver­füg­bar sein und 2.499 Eu­ro kos­ten. Im Kit mit dem neu­en Ca­non RF 24-105MM F/4L IS USM gibt es das Mo­dell für 3.499 Eu­ro eben­falls ab dem 9. Ok­to­ber 2018. Wer sei­ne bis­he­ri­gen EF- be­zie­hungs­wei­se EF-SOb­jek­ti­ve an der EOS R nut­zen möch­te, braucht noch den ent­spre­chen­den Ad­ap­ter. Die güns­tigs­te Va­ri­an­te kos­tet zum Ver­kaufs­start im Ok­to­ber 109 Eu­ro. Ein­schrän­kun­gen, et­wa beim Au­to­fo­kus­tem­po, soll es laut Ca­non beim Ad­ap­t­er­ein­satz nicht ge­ben. Mit Con­trol Ring kos­tet der Ad­ap­ter 219 Eu­ro. Im Fe­bru­ar 2019 fol­gen dann noch die zwei Ad­ap­ter mit in­te­grier­tem Drop-in-Fil­ter­fach. Sie kos­ten 329 be­zie­hungs­wei­se 449 Eu­ro.

CA­NON EOS R Sen­sor: 30,3 MP CMOS Au­to­fo­kus: Du­al pi­xelCMOS AF, 5.655 AF-Po­si­tio­nen ISO-Be­reich: 10040.000 (50, 102.400) AF-Ar­beits­be­reich: LW –6 bis 18 (bei 23 °C und ISO 100) E-Su­cher: 0,5 ZollOLED, 3,69 Bild­punk­te, 0,76fa­che Ver­grö­ße­rungVi­deo: 4K 30p, 10-Bit-HDMI-Out Wei­te­res: 3,2 Zol­lTouch-Dreh-Klapp-Dis­play, 2,1 Mio. Bild­punk­tePreis (UVP): 2.499 Eu­ro Ver­füg­bar: ab 9. Ok­to­ber

BEN­JA­MIN LO­RENZ Stv. Chef­re­dak­teur Ca­non­Fo­to

Ar­chi­tek­tur­auf­nah­me des Lon­do­ner Wahr­zei­chens „The Gerk­hin“mit der Ca­non EOS R aus der Hand. Be­lich­tung: 1/30s, f/8, ISO 200. Ob­jek­tiv: 24mm.

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