Rent­ner Heinz tot­ge­fol­tert - Ro­bert & Re­na­te vor Ge­richt

Weil er sei­ne PIN-Num­mer nicht ver­ra­ten woll­te

Chemnitzer Morgenpost - - Sachsen -

GÖR­LITZ - „Ge­mein­schaft­lich be­son­ders grau­sam be­gan­ge­ner Mord aus Hab­gier“, wirft Ober­staats­an­walt Se­bas­ti­an Mat­t­hieu den An­ge­klag­ten vor: Ro­bert J. (32) und Re­na­ta P. (32) sol­len Rent­ner Heinz K. (67) ge­tö­tet ha­ben. Seit ges­tern ist Pro­zess am Land­ge­richt Gör­litz.

Am zwei­ten Weih­nachts­fei­er­tag 2010 war das Paar bei dem als gut­mü­tig be­kann­ten Heinz K. zu Gast. Aber nicht für be­sinn­li­che St­un­den. Bei­de fie­len kurz nach Mit­ter­nacht über ihn her. „Sie woll­ten die Ec-kar­te und die PIN“, so Mat­t­hieu. Mit ei­nem Gür­tel wur­de Heinz K. stran­gu- liert. Da­bei stand Ro­bert J. auf ei­nem Stuhl, um den Se­ni­or hoch­zu­zer­ren. „Zeit­gleich stach die An­ge­klag­te auf das Op­fer ein.“Heinz R. ver­blu­te­te an den 26 Mes­ser­sti­chen, die PIN hat­te er nicht ver­ra­ten.

Um 5.19 Uhr ver­such­te Re­na­ta P. an der Bank Geld ab­zu­he­ben. „Weil das nicht ge­lang, gin­gen die Tä­ter er­neut in die Woh­nung, um die PIN zu su­chen“, so Mat­t­hieu. Sie wur­den fün­dig und ho­ben bis zur Fest­nah­me am 7. Ja­nu­ar fast 1500 Eu­ro vom Kon­to des Op­fers ab. Und wur­den da­bei ge­filmt.

Heinz K. wur­de am 5. Ja­nu­ar ge­fun­den, weil An­ge­hö­ri­ge und Be­kann­te ihn nicht er­rei­chen konn­ten und die Po­li­zei rie­fen ...

Die Tä­ter fand die Kri­po recht schnell: Heinz K. hat­te Re­na­ta P. näm­lich schon mal an­ge­zeigt. Sei­ne in Gör­litz le­ben­de pol­ni­sche Be­kann­te hat­te ihm den Lap­top ge­klaut. Bei der Durch­su­chung ih­rer Woh­nung ent­deck­ten Be­am­te nicht nur wei­te­res Die­bes­gut, son­dern auch drei mut­maß­li­che Mit­tä­ter. Al­le wur­den er­ken­nungs­dienst­lich be­han­delt. Dar­un­ter Ro­bert J. Er und Re­na­ta P. wa­ren auf den Über­wa­chungs­vi­de­os der Ban­ken zu se­hen ...

Die An­ge­klag­ten schwei­gen vor Ge­richt. Das Ur­teil soll im März fal­len. sts

Ro­bert J. (2.v.l.) und Re­na­ta P. (2.v.r.) auf der An­kla­ge­bank. Bis die Rich­ter den Saal be­tra­ten, blie­ben sie an den Hän­den ge­fes­selt.

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