Ma­cron will mit Mos­kau ver­han­deln

Nach Ra­ke­ten­At­ta­cke in Sy­ri­en

Chemnitzer Morgenpost - - POLITIK -

PA­RIS/BERLIN - Erst Atta­cke, dann Frie­den: Nach den Ra­ke­ten in Sy­ri­en will Frank­reichs Staats-Chef Em­ma­nu­el Ma­cron (40) jetzt wie­der die Di­plo­ma­tie spre­chen las­sen. Der fran­zö­si­sche Prä­si­dent will Russ­land und die Tür­kei an den Ver­hand­lungs­tisch ho­len.

Nach Ma­crons Über­zeu­gung wird es in Mos­kau als Schwä­che ge­wer­tet, wenn de­fi­nier­te ro­te Li­ni­en durch­ge­setzt wer­den. „Er hat ver­stan­den, dass das nicht mehr der Fall ist“, sag­te der Fran­zo­se mit Blick auf Kreml­chef Wla­di­mir Pu­tin (65).

Auch Au­ßen­mi­nis­ter Hei­ko Maas (51, SPD) be­tont die Not­wen­dig­keit, mit Mos­kau ins Ge­spräch zu kom­men: „Oh­ne Russ­land wird man die­sen Kon­flikt nicht lö­sen kön­nen.“Für die Bun­des­re­gie­rung steht je­den­falls fest: „Ei­ne lang­fris­ti­ge Lö­sung des Sy­ri­en-Kon­flikts ist nach un­se­rer Vor­stel­lung nur oh­ne As­sad vor­stell­bar“, sag­te Re­gie­rungs­spre­cher Stef­fen Sei­bert (57).

Trotz des Wer­bens um Pu­tin sieht Ma­cron sein Land und die USA bei der Fra­ge ih­res mi­li­tä­ri­schen En­ga­ge­ments in Sy­ri­en auf ei­ner Li­nie: „Wir ha­ben ein mi­li­tä­ri­sches Ziel, und ein ein­zi­ges: den Krieg ge­gen den IS.“Er wün­sche des­halb, mit den Ver­ei­nig­ten Staa­ten wei­ter­hin an ei­ner po-

li­ti­schen Lö­sung in Sy­ri­en zu ar­bei­ten.

Der Kreml will trotz des Ra­ke­ten­an­griffs im Dia­log mit den USA blei­ben. „Wir hof­fen, dass wir trotz der Schä­den, die Washington den bi­la­te­ra­len Be­zie­hun­gen zu­fügt, ei­ne Art von Kom­mu­ni­ka­ti­on be­gin­nen kön­nen“, sag­te Kreml­spre­cher Dmi­tri Pes­kow (50). Ein Tref­fen zwi­schen Pu­tin und US-Prä­si­dent Do­nald Trump (71) sei der­zeit zwar kein The­ma. „Die mi­li­tä­ri­schen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nä­le wer­den je­doch re­gel­mä­ßig ge­nutzt.“

Pu­tin mahn­te den Wes­ten: Wei­te­re Mi­li­tär­schlä­ge ge­gen sei­nen Schütz­ling, Sy­ri­ens Macht­ha­ber Ba­schar al-As­sad (52), wür­den die in­ter­na­tio­na­len Be­zie­hun­gen ins Cha­os stür­zen. Dar­an dürf­te Russ­land kein In­ter­es­se ha­ben.

Der fran­zö­si­sche Prä­si­dent Ma­cron (40) be­zeich­ne­te den Luft­schlag auf Sy­ri­en als le­gi­tim. Für ei­ne Lö­sung in dem Kon­flikt will er jetzt Russ­land und die Tür­kei mit an den Ver­hand­lungs­tisch bit­ten. Zer­stör­te Ge­bäu­de in Du­ma: Hier soll es den...

Warnt die USA und ih­re Ver­bün­de­ten vor wei­te­ren Luft­an­grif­fen auf sy­ri­sche Stel­lun­gen: Russ­lands Prä­si­dent Wla­di­mir Pu­tin (65).

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