Fortu­na bringt Kel­ler­kin­dern Glück

Chemnitzer Morgenpost - - FUSSBALL -

AUE - Zwei Din­ge ste­hen jetzt fest, ei­ne Tat­sa­che so gut wie. Es wird Auf­stei­ger mit der nied­rigs­ten Zahl seit der Drei-Punk­te-Re­gel ge­ben. Das Team auf Rang 16 wird am En­de so vie­le Zäh­ler ha­ben wie kei­ner je zu­vor. Kai­sers­lau­tern kann bei acht Punk­ten Rück­stand auf die Plät­ze 16 bis 13 nur noch ein Wun­der ret­ten.

Das Wun­der ist aber fast aus­ge­schlos­sen, selbst wenn den Lau­te­ren vier Sie­ge ge­lin­gen soll­ten. Die Kon­kur­renz spielt noch zu oft ge­gen­ein­an­der, aber: Dresden will am Sonn­tag das Wun­der vom Bet­zen­berg schon ad ac­ta le­gen.

Wer ge­dacht hat, die Li­ga ent­spannt sich ir­gend­wann, der irrt. Nor­ma­ler­wei­se ist bei ei­nem Ta­bel­len­zehn­ten nach 30 Spiel­ta­gen mit 39 Punk­ten die Ret­tung so si­cher wie das Amen in der Kir­che. Die­ses Jahr hilft nur be­ten und punk­ten. Aue hat nur zwei Zäh­ler Vor­sprung auf Platz 16, den jetzt St. Pau­li in­ne hat.

Sei­nen Bei­trag zum ir­ren Ab­stiegs­ren­nen lie­fert der­zeit Spit­zen­rei­ter Düs­sel­dorf. Der ver­teilt der­zeit flei­ßig an die Punk­te, die sie be­nö­ti­gen. Erst Darm­stadt, dann Bochum, jetzt Hei­den­heim. Je­der da un­ten darf ge­gen die Fortu­na ge­win­nen - und sie ist im­mer noch Ers­ter. Nur gut, dass Dy­na­mo das nächs­te Heim­spiel ge­gen Düs­sel­dorf be­strei­tet ...

Au­es Di­mi­trij Na­za­rov schaut nach ei­ge­nen An­ga­ben gar nicht so häu­fig dar­auf, wie die an­de­ren spie­len, „weil du dich eh nicht mehr auf ir- gend­ei­nen ver­las­sen kannst“, wie er sagt. „Wir müs­sen un­se­re Haus­auf­ga­ben ma­chen, dann kann uns kei­ner

2. Li­ga

was.“Die nächs­te Haus­auf­ga­be heißt Duis­burg. Da ein Sieg und Aue kann den Nicht­ab­stiegs­sekt schon mal in Rich­tung Kühl­schrank schie­ben.

Trai­ner Han­nes Dr­ews gab vor dem 0:2 in Bie­le­feld zu, schon mal die Er­geb­nis­se der Kon­kur­renz an­zu­schau­en und da­mit auch die Ta­bel­le. „Doch zu sehr darf uns das al­les nicht be­ein­flus­sen“, sagt er. „Das wird zwar im­mer als Flos­kel ab­ge­tan, aber die­ses Jahr ist es wirk­lich so: du darfst nur auf dich schau­en, darfst nicht auf die an­de­ren hof­fen.“Und es ist in der Tat so: Die­ses Jahr hilft dir kei­ner. Das kannst du nur al­lein schaf­fen, als Team. nahro

Han­nes Dr­ews

Di­mi­trij Na­za­rov

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