Ha­mil­ton wie „im Nie­mands­land“!

Fer­ra­ri und Red Bull är­gern Mer­ce­des

Chemnitzer Morgenpost - - SPORT -

SHANG­HAI - Vom Crash zwi­schen Se­bas­ti­an Vet­tel und Max Ver­stap­pen blieb Le­wis Ha­mil­ton ver­schont, doch nach sei­nem ent­täu­schen­den vier­ten Platz beim Gro­ßen Preis von Chi­na war der Welt­meis­ter frus­triert.

„Ich hat­te nicht die Ge­schwin­dig­keit, die ich nor­ma­ler­wei­se ha­be“, er­klär­te der 33-Jäh­ri­ge mit lei­ser Stim­me. Pha­sen­wei­se fühl­te sich Ha­mil­ton so­gar wie „im Nie­mands­land“. War­um, konn­te der Bri­te nicht sa­gen.

Zwar liegt Ha­mil­ton nach drei von 21 Ren­nen nur neun Punk­te hin­ter WM-Spit­zen­rei­ter Vet­tel, führt Mer­ce­des die Kon­struk­teurs-Wer­tung an - den­noch schei­nen das Team und ihr Chef­pi­lot im Kri­sen­mo­dus zu sein.

„Er ist mei­ner Mei­nung nach der bes­te Fah­rer, aber auch die Bes­ten ha­ben Ta­ge, an de­nen es nicht 100 Pro­zent läuft“, mein­te Te­am­chef To­to Wolff: „Le­wis war an die­sem Wo­che­n­en­de vi­el­leicht nicht oben­auf.“

For­mel 1

Ha­mil­tons Sil­ber­pfeil ist es ak­tu­ell nicht. Drei Ren­nen sind ge­fah­ren, und der Bran­chen­pri­mus der letz­ten vier Jah­re ist noch oh­ne Sieg. Fer­ra­ri hat of­fen­sicht­lich ein Au­to ge­baut, das sich auf al­len Stre­cken zu­recht­fin­det. In Chi­na rausch­ten nun auch noch die Red Bulls mit Sie­ger Da­ni­el Ric­ci­ar­do her­an. „Wir wa­ren nur drit­te Kraft“, mein­te Wolff trotz des zwei­ten Plat­zes des Sil­ber­pfeil-Fin­nen Valt­te­ri Bot­tas vor Fer­ra­ri-Pi­lot Ki­mi Räik­kö­nen. Wohl­wis­send, dass Ver­stap­pens un­ge­stü­me Ak­ti­on ge­gen Vet­tel die­sem ei­nen Po­di­ums­platz, wenn nicht gar den Sieg ge­kos­tet hat. „Wir müs­sen ru­hig blei­ben, die Köp­fe zu­sam­men­ste­cken und die Pro­ble­me lö­sen.“

Ha­mil­ton sieht sich auch selbst in der Ver­ant­wor­tung: „Ich muss zu mei­ner nor­ma­len Leis­tungs­stär­ke zu­rück­fin­den, be­vor wir noch mehr Punk­te ver­lie­ren.“

Le­wis Ha­mil­ton, ein der­zeit sehr nach­denk­li­cher Welt­meis­ter.

Se­bas­ti­an Vet­tel

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