Auf­stand ge­gen den Echo

Pro­tes­te im­mer hef­ti­ger +++ „Fünf­ter Beat­le“gibt Eh­ren­preis zu­rück +++ Maf­fay for­dert Ju­ry-Rück­tritt

Chemnitzer Morgenpost - - SHOW -

BERLIN - Die Kri­tik an der Echo-Eh­rung für Kol­le­gah (33) und Fa­rid Bang (31) reißt nicht ab. Als Pro­test ge­gen an­ti­se­mi­ti­sche Äu­ße­run­gen der Skan­dal-Rap­per ga­ben ges­tern meh­re­re Preis­trä­ger ih­re Aus­zeich­nun­gen zu­rück. Der mehr­fa­che Echo-Ge­win­ner Pe­ter Maf­fay (68) for­der­te so­gar den Rück­tritt der Ver­ant­wort­li­chen.

„Man hät­te sich be­wusst sein müs­sen, dass es zu ei­ner sol­chen Es­ka­la­ti­on kom­men wür­de“, sagt Maf­fay. Schon vor der Echo-Ver­lei­hung ver­gan­ge­ne Wo­che hat­te es Pro­tes­te ge­gen die No­mi­nie­rung der spä­te­ren Preis­trä­ger Fa­rid Bang und Kol­le­gah ge­ge­ben. „Es ist ein Man­gel an Sen­si­bi­li­tät aus­zu­ma­chen, der nicht er­träg­lich ist.“Dass die Rap­per trotz an­ti­se­mi­ti­scher Rei­me für ihr Al­bum „Jung, bru­tal, gut­aus­se­hend 3“aus­ge­zeich­net wur­den, zei­ge für ihn, dass Grund­wer­te ab­han­den­kom­men. „Wör­ter wie ,künst­le­ri­sche Frei­heit‘ wer­den miss­braucht, um in­ak­zep­ta­ble In­hal­te zu le­gi­ti­mie­ren. Es zeigt, dass sich un­se­re Ge­sell­schaft mehr und mehr spal­tet.“

Un­ter die­sen Um­stän­den woll­te auch Klaus Voor­mann (79) sei­nen Eh­ren­preis fürs Le­bens­werk nicht mehr be­hal­ten. „Was sich für mich als Ge­schenk an­läss­lich mei­nes 80. Ge­burts­tags an­fühl­te, ent­puppt sich nun als gro­ße Ent­täu­schung“, sag­te der Mu­si­ker und Gra­fi­ker, der als „fünf­ter Beat­le“Welt­ruhm er­lang­te. Auch das No­tos Quar­tett gab sei­nen Klas­sik-Echo aus dem Jahr 2017 ges­tern zu­rück. Als Re­ak­ti­on auf die Pro­test­wel­le kün­dig­te der Bun­des­ver­band Mu­sik­in­dus­trie an, das Kon­zept des Mu­sik­prei­ses än­dern zu wol­len.

Fa­rid Bang (31, l.) und Kol­le­gah (33) sorg­ten bei der Echo-Ver­lei­hung für ei­nen hand­fes­ten Skan­dal. Pe­ter Maf­fay (68) übt mas­si­ve Kri­tik an den Echo-Ver­ant­wort­li­chen.

Der „fünf­te Beat­le“Klaus Voor­mann (79) gab sei­nen Preis fürs Le­bens­werk wie­der zu­rück.

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