Roms rie­si­ger Schul­den­berg

Chemnitzer Morgenpost - - POLITIK -

ROM - Die Eu­ro­zo­ne sorgt sich um Ita­li­en, die Fi­nanz­märk­te sind in Alarm­stim­mung: Die dritt­größ­te Volks­wirt­schaft der Wäh­rungs­uni­on könn­te zum Sa­nie­rungs­fall wer­den - ähn­lich wie vor mehr als acht Jah­ren das ver­gleichs­wei­se un­be­deu­ten­de Griechenland. Ita­li­en lebt mit dem höchs­ten Schul­den­berg al­ler Eu­ro­län­der. In ab­so­lu­ten Zah­len sind das fast 2,3 Bil­lio­nen Eu­ro (2017). Das ent­spricht fast 132 Pro­zent der jähr­li­chen Wirt­schafts­leis­tung. Schlim­mer ist die La­ge nur in Griechenland (knapp 179 Pro­zent). Er­laubt sind nach dem EU-Re­gel­werk für die Wäh­rungs­uni­on ei­gent­lich nur 60 Pro­zent. Die Schul­den könn­ten zu ei­nem Pro­blem wer­den, wenn die Zin­sen da­für dras­tisch stei­gen. Dann könn­te Rom die Schul­den wo­mög­lich nicht mehr be­die­nen, vie­len Ban­ken - vor al­lem in Ita­li­en - droht ein Kol­laps. Ei­ne ver­gleich­ba­re Hilfs­ak­ti­on wie einst für At­hen gilt als un­mög­lich, weil da­für die Mit­tel des Ret­tungs­fonds ESM nicht aus­rei­chen wür­den.

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