Po­li­zei räumt Pa­ri­ser Flücht­lings­camp

Chemnitzer Morgenpost - - POLITIK -

PA­RIS - Die fran­zö­si­sche Po­li­zei hat das „Mil­lé­nai­re“ge­nann­te größ­te Flücht­lings­camp in Pa­ris nach wo­chen­lan­gen De­bat­ten ge­räumt. In dem il­le­ga­len Zelt­la­ger leb­ten zeit­wei­se bis zu 2 000 Men­schen, vor­wie­gend Flücht­lin­ge aus Afri­ka. Die et­wa 1000 bis zu­letzt in dem Camp le­ben­den Mi­gran­ten wur­den mit Bus­sen in Un­ter­künf­te in der Re­gi­on ge­bracht, Pla­nier­rau­pen zer­stör­ten das La­ger. Der Staat hät­te schon viel frü­her ein­schrei­ten müs­sen, kri­ti­sier­te die Pa­ri­ser Bür­ger­meis­te­rin An­ne Hi­dal­go (58). In­nen­mi­nis­ter Gé­r­ard Co­lomb (70) kün­dig­te an, dass die Mi­gran­ten in den neu­en Un­ter­künf­ten über­prüft wer­den sol­len. Im April hat­te die Na­tio­nal­ver­samm­lung ei­ner Ver­schär­fung des Asyl- und Ein­wan­de­rungs­rechts zu­ge­stimmt. Die Be­hör­den hat­ten sich schon län­ger zum Ein­grei­fen ent­schlos­sen, muss­ten aber zu­nächst klä­ren, wo­hin die Men­schen ge­bracht wer­den könn­ten.

Das Zelt­la­ger wur­de ab­ge­ris­sen, rund 1000 Flücht­lin­ge ab­trans­por­tiert.

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