Trump stürzt die NA­TO ins Cha­os

US-Prä­si­dent in Brüssel: „Ich bin ein sehr sta­bi­les Ge­nie“

Chemnitzer Morgenpost - - POLITIK -

BRÜSSEL - Erst hü, dann hott: Im St­un­den-Takt än­der­te US-Prä­si­dent Do­nald Trump (72) beim NA­TO-Gip­fel in Brüssel sei­ne Mei­nung, ver­stör­te die Bünd­nis­part­ner. Mehr Ka­prio­len statt Kom­pro­mis­se - am En­de stand dann doch ein Treue­schwur. Der Streit es­ka­lier­te mal wie­der we­gen der Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben.

Vor al­lem im Vi­sier des Prä­si­den­ten: Deutsch­land und sei­ne Kanz­le­rin. Erst ha­gelt es Kri­tik für An­ge­la Mer­kel (63, CDU). Dann be­tont Trump, sein per­sön­li­ches Ver­hält­nis zu Mer­kel sei „sehr, sehr gut“. Die Kanz­le­rin ha­be „her­aus­ra­gen­den Er­folg“, Deutsch­land und die USA hät­ten ein „her­vor­ra­gen­des Ver­hält­nis“.

Doch plötz­lich wie­der die Kehrt­wen­de: Rei­che NA­TO-Län­der wie die Bun­des­re­pu­blik zahl­ten nur ei­nen Bruch­teil der Kos­ten, twit­tert Trump, legt als Geld­ein­trei­ber noch ei­ne Schip­pe drauf: „Al­le NA­TO-Staa­ten müs­sen ih­re Zwei-Pro­zent-Ver­pflich­tung er­fül­len und sie müsLOS

sen letzt­lich auf vier Pro­zent ge­hen.“

Spä­ter steht der Gip­fel vorm end­gül­ti­gen Eklat: Trump droht der rest­li­chen NA­TO mit ei­nem Al­lein­gang: „Wenn die Bünd­nis­part­ner nicht so­fort zwei Pro­zent ih­res Brut­to­in­lands­pro­dukts für Ver­tei­di­gung aus­ge­ben, wer­den die Ame­ri­ka­ner ihr ei­ge­nes Ding ma­chen.“

Kei­ne zwei St­un­den spä­ter zeigt sich Trump wie aus­ge­wech­selt. Er si­chert zu, wei­ter zur NA­TO zu ste­hen: Sie sei ei­ne „fein ab­ge­stimm­te Ma­schi­ne. Die Leu­te zah­len Geld, das sie vor­her nie ge­zahlt ha­ben. Und sie sind glück­lich, das zu tun.“Und vor Deutsch­land ha­be er gro­ße Ach­tung. Am En­de wünscht er sich so­gar den Welt­frie­den. Und er ver­si- cher­te, dass er nichts da­von in ei­nem Tweet zu­rück­neh­men wer­de, so­bald er in der Air Force 1 sit­ze: „An­de­re ma­chen so was viel­leicht, ich nicht. Ich bin ein sehr sta­bi­les Ge­nie.”

Al­les nur Tak­tik? Mer­kel be­zeich­ne­te die Be­ra­tun­gen über die Las­ten­tei­lung als „sehr erns­te Dis­kus­si­on“. Ob Trump mit ei­nem Aus­tritt aus dem Bünd­nis ge­droht hat, sag­te sie nicht ein­deu­tig. Ge­ne­ral­se­kre­tär Jens Stol­ten­berg (59) lob­te Trumps En­ga­ge­ment für hö­he­re Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben der NA­TO-Part­ner.

Der US-Prä­si­dent düs­te mit Gat­tin Me­la­nia (48) von Brüssel di­rekt wei­ter nach Lon­don. Heu­te trifft das Paar Queen Eliz­a­beth (92) auf Schloss Wind­sor.

US-Prä­si­dent Trump (72) sieht sich als Sie­ger des NA­TO-Gip­fels: Die Ver­bün­de­ten hät­ten er­höh­te Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben zu­ge­si­chert. Frau­en­gesprä­che: Kanz­le­rin Mer­kel (63) un­ter­hält sich vor ei­nem Es­sen beim NA­TO-Gip­fel mit USFirst-La­dy Me­la­nia Trump (48).

Hat­te nach ei­ge­ner

Aus­sa­ge im Jahr 2006 Sex mit Trump: Por­no-Star Stor­my

Da­ni­els (39).

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