Ita­li­en lässt Flücht­lin­ge an Land

Chemnitzer Morgenpost - - POLITIK -

TRA­PA­NI - In Ita­li­en ist er­neut ein Ret­tungs­schiff mit Mi­gran­ten ta­ge­lang auf dem Meer blo­ckiert wor­den. Ein hin und her in­ner­halb der po­pu­lis­ti­schen Re­gie­rung führ­te da­zu, dass die „Di­ciot­ti“der ita­lie­ni­schen Küs­ten­wa­che erst am Don­ners­tag in Si­zi­li­en an­le­gen konn­te.

Aber: „Ich er­lau­be nie­man­dem, sie zu ver­las­sen“, wei­ger­te sich In­nen­mi­nis­ter Mat­teo Sal­vi­ni (45) von der frem­den­feind­li­chen Le­ga wei­ter­hin strikt, die 67 Mi­gran­ten von Bord zu las­sen. Schließ­lich schal­te­te sich Prä­si­dent Ser­gio Mat­ta­rel­la (76) ein. Er ha­be Pre­mier Gi­u­sep­pe Con­te (53) per­sön­lich an­ge­ru­fen, um die Blo­cka­de zu lö­sen. In der Nacht zu ges­tern durf­ten die 58 Män­ner, drei Frau­en und sechs Kin­der von Bord.

Ita­lie­ni­sche Me­di­en be­rich­ten in­des, dass die Po­li­zei zwei Men­schen an Bord als Schlep­per iden­ti­fi­ziert ha­be. Die Staats­an­walt­schaft von Tra­pa­ni ha­be dar­auf­hin ver­langt, al­le Pas­sa­gie­re als Zeu­gen an­zu­hö­ren.

Die Mi­gran­ten durf­ten das Schiff der ita­lie­ni­schen Küs­ten­wa­che im Ha­fen von Tra­pa­ni schließ­lich ver­las­sen.

In­nen­mi­nis­ter

Mat­teo Sal­vi­ni (45)

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