Bin La­dens Ex-Leib­wäch­ter ab­ge­scho­ben

Chemnitzer Morgenpost - - POLITIK -

DÜS­SEL­DORF - Das Ver­wal­tungs­ge­richt Gel­sen­kir­chen hat ent­schie­den, dass die Ab­schie­bung von Ter­ror­ge­fähr­der Sa­mi A. (42) nach Tu­ne­si­en rück­gän­gig ge­macht wer­den muss. Sei­ne Aus­wei­sung stel­le sich als „grob rechts­wid­rig dar und ver­letzt grund­le­gen­de rechts­staat­li­che Prin­zi­pi­en“, so das Ur­teil.

Das war pas­siert: Ges­tern Mor­gen um 7 Uhr hob ei­ne Char­ter­ma­schi­ne vom Düs­sel­dor­fer Flug­ha­fen Rich­tung Tu­ne­si­en ab. An Bord: Sala­fist Sa­mi A., der be­reits seit mehr als zwei Wo­chen in Ab­schie­be­haft saß. Laut ei­nes Be­schlus­ses des Ver­wal­tungs­ge­richts vom Mitt­woch war der Ex-Leib­wäch­ter von Osa­ma bin La­den aus­rei­se­pflich­tig ge­we­sen. Am Don­ners­tag­abend dann hat­te die Kam­mer für Asyl­recht die Ab­schie­bung wie­der un­ter­sagt. Die­se Ent­schei­dung wur­de dem Bun­des­amt für Mi­gra­ti­on und Flücht­lin­ge (Bamf) je­doch erst am Frei­tag­mor­gen ge­gen 8.30 Uhr mit­ge­teilt. Da war Sa­mi A. schon weg.

Der Tu­ne­si­er, der seit 2005 in Bochum lebt, mit ei­ner Deut­schen ver­hei­ra­tet und Va­ter von vier Kin­dern ist, gilt seit Jah­ren als Ter­ror­ge­fähr­der. Ei­ne Ab­schie­bung schei­ter­te bis­lang dar­an, dass es kei­ne di­plo­ma­tisch ver­bind­li­che Zu­si­che­rung der tu­ne­si­schen Re­gie­rung gibt, dass Sa­mi A. im Fal­le der Rück­kehr kei­ne Fol­ter droht.

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