Wann sind un­se­re Schul­hö­fe end­lich her­bi­zid­frei?

Chemnitzer Morgenpost - - CHEMNITZ -

Seit 2015 ist das um­strit­te­ne Un­kraut-Gift Gly­pho­sat an den hie­si­gen Schu­len ta­bu. Doch drei Jah­re spä­ter fin­den auf ei­ni­gen Schul­hö­fen im­mer noch ät­zen­de Her­bi­zi­de ih­re An­wen­dung - ob­wohl es längst ei­ne Al­ter­na­ti­ve gibt.

Wie Bau­bür­ger­meis­ter Micha­el Stöt­zer (45, Bünd­nis 90/Die Grü­nen) auf An­fra­ge der Stadt­rä­te Sol­veig Kem­pe (37, CDU) und Alex­an­der Dier­ks (30, CDU) be­stä­tig­te, kam an der Ober­schu­le Ga­blenz und Grund­schu­le Al­ten­dorf im Mai die­ses Jah­res das Her­bi­zid Fi­nal­san zum Ein­satz. Es wirkt ät­zend und kann Was­ser­or­ga­nis­men scha­den.

Der Groß­teil der schu­li­schen Flä­chen wird be­reits mit ei­nem ther­mi­schen Heiß­was­ser­ver­fah­ren durch den ASR be­han­delt. Auf­grund man­geln­der Tech­nik und Bud­get, muss­ten Flä­chen aus­ge­glie­dert wer­den. Ei­ne Stadt­spre­che­rin teil­te auf Mo­po-Nach­fra­ge mit, dass jähr­lich „40 000 Eu­ro mehr er­for­der­lich“sei­en, um Un­kraut aus­schließ­lich ther­misch zu ver­nich­ten. Das Bud­get für al­le Schul­ar­ten ist jähr­lich auf 100 000 Eu­ro ge­de­ckelt.

Tho­mas Leh­mann (50), Stadt­rat der Grü­nen, for­dert: „Wir wol­len ein kom­plet­tes Her­bi­zid-Ver­bot.“Laut Stadt soll der Ein­satz von Fi­nal­san schritt­wei­se re­du­ziert wer­den. Ab wann man zu 100 Pro­zent ther­misch be­han­delt, „kann noch nicht be­nannt wer­den.“tgr

Im Mai kam an der Grund­schu­le Al­ten­dorf der ät­zend wir­ken­de Un­kraut­ver­nich­ter Fi­nal­san zum Ein­satz.

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