Dy­lan ge­winnt chao­ti­schen Sprint

Chemnitzer Morgenpost - - SPORT -

CHAR­TRES - Drei deut­sche Sprin­ter un­ter den ers­ten Elf, aber wie­der kein Sieg: Der Nie­der­län­der Dy­lan Gro­ene­we­gen si­cher­te sich ges­tern im vier­ten Mas­sen­sprint der 105. Tour de Fran­ce sei­nen ers­ten Etap­pen­er­folg und konn­te mit deut­li­chem Vor­sprung schon vor der Zi­el­li­nie ju­beln.

Im Ziel der sieb­ten und mit 231 Ki­lo­me­tern längs­ten Etap­pe ließ Gro­ene­we­gen dem bis­he­ri­gen Sprint­kö­nig Fer­nan­do Ga­vi­ria auf Rang zwei und dem Trä­ger des Grü­nen Tri­kots, Pe­ter Sa­gan, kei­ne Chan­ce. Der Ge­ra­er John De­gen­kolb wur­de Sechs­ter, der Ros­to­cker Alt­meis­ter An­dré Grei­pel Ach­ter und Rick Za­bel (Un­na) Elf­ter. De­gen­kolb war trotz al­lem ganz zu­frie­den: „Es war wie­der ein to­tal chao­ti­scher Sprint. Ich kam von hin­ten und hat­te ei­nen gu­ten Punch. Für mich war es ein ganz gu­ter Tag“, sag­te der Trek-Se­gaf­re­do-Pro­fi.

Das Gel­be Tri­kot ver­tei­dig­te Olym­pia­sie­ger Greg Van Aver­maet mü­he­los. Der Bel­gi­er kommt nun sei­nem Wunsch im­mer nä­her, am Sonn­tag im „Mail­lot Jau­ne“Rich­tung Rou­baix auf­zu­bre­chen. Der glück­lo­se Mar­cel Kit­tel, im Vor­jahr auf Frank­reichs Stra­ßen mit fünf Etap­pen­er­fol­gen noch der gro­ße Ma­ta­dor, hat­te im Schat­ten der welt­be­rühm­ten Ka­the­dra­le von Char­tres mit der Ent­schei­dung nichts zu tun. Er tru­del­te als 118. ins Ziel.

Tour-Mit­fa­vo­rit Tom Du­mou­lin war ges­tern ge­knickt. Die Ju­ry hat­te dem 27-Jäh­ri­gen we­gen Wind­schat­ten-Fah­rens am Vor­tag ei­ne 20-Se­kun­den-Zeit­stra­fe auf­ge­brummt. Die Kri­tik des Nie­der- län­ders hielt sich aber in Gren­zen: „In den ers­ten Tour­ta­gen hat­te ich im Ver­gleich zu vie­len Mit­kon­kur­ren­ten viel Glück. Klar, dass dann mal ei­ne klei­ne Pech­sträh­ne fäl­lig wird.“

Kein En­de in Sicht? Die Fah­rer hat­ten ges­tern die längs­te Etap­pe zu ab­sol­vie­ren.

Dy­lan Gro­ene­we­gen hat­te ges­tern im Sprint das Glück des Tüch­ti­gen und ge­wann.

John De­gen­kolb

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