Ci­ty-Vi­deo­über­wa­chung wird Fall für den Land­tag

Chemnitzer Morgenpost - - CHEMNITZ -

Die um­strit­te­nen 27 Ci­ty-Ka­me­ras wer­den ein Fall für den säch­si­schen Land­tag. Der Vor­sit­zen­de des Rechts­aus­schus­ses Klaus Bartl (68, Lin­ke) will das The­ma im Gre­mi­um mit dem Da­ten­schutz­be­auf­trag­ten klä­ren.

Nach ei­ge­nen Re­cher­chen ist Klaus Bartl über­zeugt: „Die Vor­aus­set­zun­gen für ei­ne rechts­fes­te Nut­zung der Bil­der sind der­zeit nicht er­füllt. Auch we­gen des Ein­griffs in die Grund­rech­te der Bür­ger bin ich für ei­ne vor­läu­fi­ge Ab­schal­tung der Ka­me­ras.“An­ge­sichts der feh­len­den Da­ten­schutz-Fol­gen­ab­schät­zung kön­ne der Da­ten­schüt­zer als Auf­sichts­be­hör­de je­der­zeit ein­schrei­ten, be­tont der Po­li­ti­ker. Klaus Bartl, ein Kri­ti­ker flä­chen­de­cken­der Über­wa­chung, hält das Ver­hal­ten der Stadt des­halb für „höchst frag­wür­dig“.

Zu­dem sei ei­ne ge­richt­li­che Ver­wer­tung der Da­ten in die­ser Si­tua­ti­on schwie­rig: „Für je­den Straf­ver­tei­di­ger wä­ren die recht­lich frag­wür­dig er­ho­be­nen Bil­der ein ge­fun­de­nes Fres­sen - sie wür­den auf ein Ver­wer­tungs­ver­bot drän­gen.“bri

Klaus Bartl (68, Lin­ke) will die Chem­nit­zer Vi­deo­über­wa­chung im Rechts­aus­schuss des Land­ta­ges dis­ku­tie­ren.

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