Nichts ist si­cher

Chemnitzer Morgenpost - - POLITIK/WELT - Von Fried­rich Schwarz

D er eins­ti­ge CDU-So­zi­al­mi­nis­ter Nor­bert Blüm schrieb es in den acht­zi­ger Jah­ren des vo­ri­gen Jahr­hun­derts an je­de Wand: „Die Ren­te ist si­cher“. Kaum ein po­li­ti­scher Satz hat sich mehr in die Köp­fe der Deut­schen ein­ge­brannt. W as ist nun gut drei­ßig Jah­re spä­ter da­von ge­blie­ben? Nicht viel - au­ßer ver­zwei­fel­te Ver­su­che, das Ren­ten­sys­tem zu sta­bi­li­sie­ren. Die Ren­te - das ist und bleibt ein Zank­ap­fel, der quer durch al­le Par­tei­en für stän­di­gen Zoff sorgt. Und für Rat­lo­sig­keit. N un ist die SPD am Zug. Ihr So­zi­al­mi­nis­ter fühlt sich den mehr als 20 Mil­lio­nen deut­schen Rent­nern ver­pflich­tet. Heil will für Wohl­be­ha­gen am Le­bens­abend sor­gen. Das Ren­ten­ni­veau soll mög­lichst lan­ge hoch ge­hal­ten werden - auch auf Kos­ten der nach­fol­gen­den Ge­ne­ra­tio­nen. D abei kön­nen deut­sche Ru­he­ständ­ler schon heu­te von ös­ter­rei­chi­schen Ver­hält­nis­sen mit 50 Pro­zent mehr für den Durch­schnitts­rent­ner nur träu­men. Si­cher ist hier­zu­lan­de beim The­ma Ren­te nur ei­nes - dass eben nichts si­cher ist ...

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