Or­ten statt schie­ßen! Kret­sch­mer will Wöl­fe mit Sen­dern ver­se­hen las­sen

Chemnitzer Morgenpost - - SACHSEN -

Er­schre­cken statt Er­schie­ßen - das schlägt Sach­sens Mi­nis­ter­prä­si­dent Micha­el Kret­sch­mer (43, CDU) nach sei­nem Be­such der Na­tur­schutz­sta­ti­on „Öst­li­che Ober­lau­sitz“vor. Dort hat­ten Wöl­fe 41 Scha­fe und Zie­gen ge­ris­sen, Dut­zen­de Tie­re in den Wald ge­jagt. Kret­sch­mer wirbt jetzt fürs Ver­grä­men der Tie­re.

Manch­mal ge­ben sich Po­li­ti­ker nicht nur volks-, son­dern auch tier­nah: Ges­tern Vor­mit­tag be­such­te Mi­nis­ter­prä­si­dent Kret­sch­mer die Na­tur­schutz­sta­ti­on in Först­gen, schau­te sich da die 18 ver­letz­ten Scha­fe und Zie­gen an. Mitt­ler­wei­le sind 43 to­te Tie­re si­cher, 28 werden noch im­mer ver­misst.

„Wir ha­ben sehr in­ten­siv mit­ein­an­der ge­spro­chen“, sagt Sta­ti­ons­lei­te­rin An­nett Hert­weck (43). „Ich ha­be ihn die Sor­gen der Schä­fer nä­her ge­bracht und um mehr För­de­rung ge­be­ten.“Zu mehr Geld äu­ßer­te der Mi­nis­ter­prä­si­dent sich ges­tern nicht, schlug da­für vor, Wöl­fe zu­künf­tig bes­ser zu ver­grä­men. Da­zu müs­se man wis­sen, wo die Tie­re sind und sie des­halb mit Sen­dern aus­stat­ten.

„Es geht nicht dar­um, in ers­ter Li­nie ab­zu­schie­ßen“, so Kret­sch­mer. „Son­dern es geht dar­um, zu re­gu­lie­ren und ein Ma­nage­ment zu fin­den.“Er nann­te Finn­land und die Slowakei als Vor­bild, kün­dig­te an, jetzt im Bun­des­rat zu­sam­men mit Bran­den­burg und Nie­der­sach­sen ak­tiv zu werden. eho

Mi­nis­ter­prä­si­dent Micha­el Kret­sch­mer (43, CDU) traf sich ges­tern mit Sta­ti­ons­lei­te­rin An­nett Hert­weck (43, l.) und Schä­fer Fe­lix Wa­gner.

Ins­ge­samt 43 to­te Tie­re wur­den bis­her inFörst­gen ge­fun­den.

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