Leip­zi­ger At­mo-Phy­si­ker ent­schlüs­selt Eis­wol­ken

Chemnitzer Morgenpost - - SACHSEN -

LEIP­ZIG - Ein jun­ger Leip­zi­ger Wis­sen­schaft­ler sorgt in der Me­teo­ro­lo­gie für Fu­ro­re: Dem At­mo­sphä­ren­phy­si­ker Dr. Odran Sour­de­val (31) ist es welt­weit erst­mals ge­lun­gen, die An­zahl der Kris­tal­le in Eis­wol­ken zu mes­sen. Sei­ne For­schung bringt wich­ti­ge Er­kennt­nis­se zum Kli­ma­wan­del.

Für sei­ne Ar­beit nutz­te der aus Frank­reich stam­men­de For­scher der Uni­ver­si­tät Leip­zig die Da­ten zwei­er NA­SA-Sa­tel­li­ten, die die Re­flek­ti­on von Mi­kro­wel­len- und La­ser­strah­len mes­sen. Zum Ab­gleich die­ser neu­en Fern­er­kun­dung ließ er dann Wol­ken-Be­ob­ach­tun­gen des „HALO“-For­schungs­flug­zeugs des Deut­schen Zen­trums für Luft- und Raum­fahrt in sei­ne Ana­ly­sen ein­flie­ßen.

Sour­de­val kam so zu dem Schluss, dass Eis­wol­ken, die -50 Grad Cel­si­us kalt sind, durch­schnitt­lich et­wa 50 Kris­tal­le pro Li­ter Luft ent­hal­ten. „Über Ge­bir­gen, die Auf­triebs­wel­len erzeugen, ist die Kon­zen­tra­ti­on im Mit­tel mehr als dop­pelt so hoch“, er­klärt der Wis­sen­schaft­ler. Sei­ne Er­kennt­nis­se werden zum bes­se­ren Ver­ständ­nis des Kli­ma­wan­dels bei­tra­gen, ist sich Sour­de­val si­cher: „Wol­ken be­ein­flus­sen un­ser Wet­ter und Kli­ma sehr stark.“

Sour­de­vals Da­ten werden ak­tu­ell am Leip­zi­ger In­sti­tut für Me­teo­ro­lo­gie ge­nutzt, um Auf­schluss dar­über zu er­lan­gen, ob die Luft­ver­schmut­zung mit Ae­ro­sol­par­ti­keln die Eis­wol­ken sys­te­ma­tisch ver­än­dert hat. -bi.-

Sol­che Cir­rus­wol­ken, auch Fe­der­wol­ken ge­nannt, ste­cken vol­ler Eis­kris­tal­le. Wie vie­le es sind, das hat der Leip­zi­ger For­scher Dr. Odran Sour­de­val (31, kl. F.) mit Hil­fe von NA­SA-Sa­tel­li­ten er­rech­net.

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