Frau (30) stirbt bei Blut­bad

Chemnitzer Morgenpost - - FRONT PAGE -

BAUTZEN - Was ge­nau in der Woh­nung an der Karl-Marx-Stra­ße im Bautz­ner Stadt­zen­trum ge­schah, muss jetzt die Mord­kom­mis­si­on re­kon­stru­ie­ren. Fest steht, dass es fürch­ter­lich ge­we­sen sein muss. Ei­ne jun­ge Frau ver­lor ihr Le­ben. Ver­däch­tig ist ihr Freund, der sich noch am Tat­ort selbst tö­ten woll­te. Dann kam die Mut­ter des Op­fers heim ...

Die 50-Jäh­ri­ge war von der Ar­beit zu­rück­ge­kom­men. Als sie ih­re Woh­nung im drit­ten Ge­schoss be­trat, fand sie im Flur den blu­ten­den, schwer ver­letz­ten Mar­kus W. (32) - den Freund ih­rer Toch­ter. Das Pär­chen leb­te ei­gent­lich ge­mein­sam in ei­ner ei­ge­nen Woh­nung in der Nä­he. Der Mann soll noch kurz an­sprech­bar ge­we­sen sein, dann das Be­wusst­sein ver­lo­ren ha­ben. Als die Mut­ter da­nach ihr Ba­de­zim­mer be­trat, muss­te sie Fürch­ter­li­ches ent­de­cken: Dar­in lag die Lei­che ih­rer Toch­ter Eli­sa H. (30) - die jun­ge Frau war be­reits tot.

Ein Not­arzt re­ani­mier­te den Le­bens­ge­fähr­ten des Op­fers. „Er hat­te ver­sucht, sich das Le­ben zu neh­men“, sagt Staats­an­walt Till Ne­u­mann (56). Er wehr­te sich so­gar ge­gen die Ret­tungs­kräf­te, wur­de mit Fes­seln ins Kran­ken­haus ge­bracht.

Kri­mi­nal­tech­ni­ker si­cher­ten da­nach Spu­ren in der Woh­nung. Of­fen­bar fan­den sie ein Blut­bad vor. Ein­satz­kräf­te muss­ten nach Ver­las­sen des Tat­orts ih­re blut­ge­tränk­ten Schu­he wech­seln. Wie aus Er­mitt­ler­krei­sen durch­si­cker­te, soll Eli­sa „auf grau­sa­me Wei­se“ihr Le­ben ver­lo­ren ha­ben. Wohl mit ei­nem Mes­ser ha­be der Mann sei­ne Freun­din schlimm zu­ge­rich­tet. Of­fi­zi­ell schweigt die Po­li­zei aber zu Tö­tungs­de­tails.

„Die Mut­ter war im­mer freund­lich und auch die Toch­ter war ei­ne lie­be Frau“, schil­der­ten fas­sungs­lo­se Nach­barn. Ar­beits­kol­le­gen leg­ten Blu­men und Gr­ab­lich­ter am Haus­ein­gang ab. Mar­kus W. steht üb­ri­gens auch in der Kli­nik un­ter stren­ger Be­wa­chung. tyx

Ar­beits­kol­le­gen der Mut­ter (50) leg­ten vorm Haus­ein­gang Blu­men und Gr­ab­licht nie­der.Kri­mi­nal­tech­ni­ker si­cher­ten wei­ter Spu­ren in der Woh­nung.

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