Spahn will Kin­der­lo­se kräf­ti­ger zur Kas­se bit­ten

Chemnitzer Morgenpost - - POLITIK -

BER­LIN - Be­reits jetzt zah­len Men­schen oh­ne Kin­der mehr in die Pfle­ge­ver­si­che­rung ein. Doch Ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (38, CDU) reicht das nicht. Und des­halb for­dert er: Kin­der­lo­se sol­len merk­lich mehr in die Pfle­ge- und Ren­ten­ver­si­che­rung ein­zah­len als El­tern.

Dies sei ei­ne Ge­rech­tig­keits­fra­ge, schrieb Spahn in ei­nem Gast­bei­trag für die Zei­tun­gen der „Neu­en Ber­li­ner Re­dak­ti­ons­ge­sell­schaft“. „Im Um­la­ge­sys­tem be­kom­men die Al­ten das Geld von den Jun­gen –, auch wenn es die Kin­der nur der An­de­ren sind“. Er sa­ge dies ganz be­wusst als „selbst Kin­der­lo­ser, der be­reit ist, fi­nan­zi­ell mehr zur Zu­kunfts­fä­hig­keit des Sys­tems bei­zu­tra­gen“. Der­zeit liegt der Bei­trags­satz zur Pfle­ge­ver­si­che­rung für Kin­der­lo­se ab 23 Jah­ren be­reits um 0,25 Pro­zent­punk­te hö­her als für Ver­si­cher­te mit Kin­dern.

Kri­tik für Spahns Sa­nie­rungs­plä­ne kommt aus der SPD. Statt Kin­der­lo­sig­keit, die oft auch un­ge­wollt sei, zu be­stra­fen, soll­te man lie­ber Fa­mi­li­en mehr un­ter­stüt­zen, so Ar­beits­mi­nis­ter Hu­ber­tus Heil (46, SPD).

Ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (38) will hö­he­re Bei­trä­ge von Kin­der­lo­sen.

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