Nach WM-Spiel: Koch schnitt Stief­va­ter die Keh­le durch

Chemnitzer Morgenpost - - CHEMNITZ -

WALDHEIM/ CHEMNITZ - Ein Fa­mi­li­en­streit en­de­te im Ju­ni in ei­nem Blut­bad: Nach dem WMSpiel Deutsch­land - Me­xi­ko (0:1) schnitt der Koch Alex­an­der G. (25) sei­nem Stief­va­ter Tho­mas Hem­pel (47) die Keh­le durch. Seit ges­tern steht der ge­bür­ti­ge Rus­se des­we­gen vor Ge­richt.

„Es war ein Un­fall, ich woll­te ihm nur dro­hen“, be­teu­er­te der An­ge­klag­te im Land­ge­richt. Am Tat­tag war der Al­ko­hol in Strö­men ge­flos­sen, bei Alex­an­der G. wur­den spä­ter knapp drei Pro­mil­le fest­ge­stellt. Die Es­ka­la­ti­on hat­te kurz nach 19 Uhr be­gon­nen: Alex­an­der G. at­ta­ckier­te Tho­mas Hem­pel in des­sen Woh­nung mit ei­nem Holz­stock, ver­letz­te ihn am Hin­ter­kopf. We­nig spä­ter tra­fen die bei­den er­neut auf­ein­an­der. Alex­an­der G.: „Ich woll­te mich ei­gent­lich ent­schul­di­gen. Er soll­te sich aber von mei­ner Mut­ter tren­nen, weil er sie schlecht be­han­del­te. Da nahm ich das Mes­ser, hielt es ihm von hin­ten an den Hals. Als er sich wehr­te, zog ich es weg.“Ab­sicht oder Un­fall? Am En­de blieb ein glat­ter, neun Zen­ti­me­ter lan­ger Schnitt auf Kehl­kopf­hö­he, bei dem auch ei­ne Ader ver­letzt wur­de - Le­bens­ge­fahr!

Tho­mas Hem­pel ist heu­te noch ent­setzt: „Er hat da­nach so­gar mein Te­le­fon ge­gen die Wand ge­schmis­sen, da­mit ich kei­nen Arzt ru­fen kann.“Ein An­ruf sei­ner Freun­din ret­te­te ihm das Le­ben, Alex­an­der G. wur­de fest­ge­nom­men. Der Pro­zess wird fort­ge­setzt, Alex­an­der G. dro­hen bis zu zehn Jah­re Haft. Ron­ny Licht

Tho­mas Hem­pel (47) über­leb­te die Atta­cke nur knapp. Die Nar­ben (kl. F.) sind im­mer noch zu se­hen.

Alex­an­der G. (25) muss sich we­gen ver­such­ten Tot­schlags ver­ant­wor­ten.

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