Sach­sens Jus­tiz ser­viert Ta­blets auf dem Ta­blett

Chemnitzer Morgenpost - - SACHSEN -

DRES­DEN - Im Pro­zess ge­gen die rech­te „Freie Ka­me­rad­schaft Dres­den“(FKD) konn­te sich der Haupt­an­ge­klag­te im Knast mit­tels ei­nes Ta­blets Zu­gang zum In­ter­net ver­schaf­fen. Das Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um ar­bei­tet nun an ei­nem Hand­lungs­leit­fa­den, um dies zu ver­hin­dern.

Für die Ak­ten­ein­sicht be­kom­men Ge­fan­ge­ne im­mer wie­der Ge­rä­te aus­ge­hän­digt: Seit 2010 wa­ren es in säch­si­schen Ge­fäng­nis­sen 50 Note­books, ein Ta­blet, zwei eBook-Re­a­der so­wie drei MP3-Play­er, so Gem­kow auf An­fra­ge der Grü­nen.

Auch Ben­ja­min Z. (30) hat­te ein Samsung-Ta­blet samt USB-Stick zu die­sem Zweck von sei­nem An­walt be­kom­men. Die JVA Tor­gau hat­te das Ge­rät vor­her ge­prüft - es sei grund­sätz­lich nicht für die In­ter­net­nut­zung ge­eig­net ge­we­sen, so Jus­tiz­mi­nis­ter Se­bas­ti­an Gem­kow (40, CDU). Ver­mut­lich über den Hots­pot ei­nes il­le­ga­len Han­dys konn­te er aber doch on­li­ne ge­hen, Kon­tak­te zu Mit­an­ge­klag­ten pfle­gen.

Bis­her gilt: Die JVA muss in Ei­gen­re­gie da­für sor­gen, dass die Ge­rä­te nicht miss­braucht wer­den. Doch das ging ja schief - auch weil je­des Jahr trotz Kon­trol­len Hun­der­te Han­dys in Ge­fäng­nis­se ein­ge­schmug­gelt wer­den. Gem­kow lässt nun ei­nen Leit­fa­den er­ar­bei­ten, der Aus­ga­be und Kon­trol­le ver­ein­heit­li­chen soll. Zu­dem wird ge­prüft, ob es selbst ge­si­cher­te Ta­blets an­schafft. „Dies ist ei­ne Re­ak­tiVor­fall on auf den in Tor­gau“, so ein Spre­cher Gem­kows. mor

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