Wie si­cher sind die „Escape-Rooms“ in Chem­nitz?

Chemnitzer Morgenpost - - CHEMNITZ -

Nach­dem fünf Mäd­chen bei ei­nem Brand in ei­nem „Escape-Room“in Po­len ums Le­ben ka­men (MO­PO be­rich­te­te), ist die Un­si­cher­heit groß. Könn­te so ein Un­glück auch bei uns pas­sie­ren? Alex­an­der Mel­ler (36) von „exit Sach­sen“klärt auf.

Bei ei­nem „Escape-Room“sind meh­re­re Spie­ler in Räu­men ein­ge­sperrt, müs­sen Rät­sel lö­sen, um den Aus­weg zu fin­den. „Das Un­glück in Po­len ist tra­gisch“, sagt Mel­ler. Er be­treibt zwei Stand­or­te in Chem­nitz. Es sei ein Un­ter­schied, ob der Raum sich in Po­len oder Deutschland be­fin­de. „Der deut­sche Ge­setz­ge­ber hat vor­ge­sorgt. Ei­nen Brand kann es na­tür­lich übe­r­all ge­ben. Aber wir sind bes­ser dar­auf vor­be­rei­tet.“Für den Not­fall ge­be es Rauch­mel­der, Feu­er­lö­scher, Not­licht­sys­te­me und Sprink­ler­an­la­gen. „Mit 60 Li­tern pro Mi­nu­te ha­ben wir statt mit ei­nem Brand eher mit Hoch­was­ser zu re­chen“, schmun­zelt Mel­ler. „Au­ßer­dem sind übe­r­all Laut­spre­cher und die Spie­ler wer­den per­ma­nent per Vi­deo über­wacht.“Er ver­si­chert: „Wir kön­nen zu je­der Zeit ein­grei­fen.“

Das städ­ti­sche Bau­ge­neh­mi­gungs­amt er­klärt: Re­gel­mä­ßi­ge Über­prü­fun­gen von „Escape-Rooms“in „nor­ma­len“Ge­bäu­den fän­den zwar nicht statt, doch in Son­der­bau­ten wie dem RAWEMA-Haus sei­en re­gel­mä­ßi­ge Prü­fun­gen durch die Feuerwehr vor­ge­schrie­ben. Ein Spre­cher: „Das pas­siert al­le fünf Jah­re. Über­prüft wer­den die Ein­hal­tung der For­de­run­gen der Bau­ge­neh­mi­gung, des Brand­schut­zes und die Funk­ti­ons­tüch­tig­keit der re­le­van­ten tech­ni­schen Ein­rich­tun­gen.“ca­ne

Bei „exit Sach­sen“wer­den die Spie­ler per­ma­nent vi­deo­über­wacht - so kann je­der­zeit ein­ge­grif­fen wer­den.

In Po­len ka­men fünf Mäd­chen bei ei­nem Brand in ei­nem „Escape-Room“ums Le­ben.

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