Stadt will den Kaß­berg vor Über­bau­ung­schüt­zen

Chemnitzer Morgenpost - - CHEMNITZ -

Grün­der­zeit­vier­tel im Zwie­spalt: Chem­nitz’ größ­ter Stadt­teil ist be­gehrt und lockt In­ves­to­ren an. Gleich­zei­tig gibt es auf dem Kaß­berg kaum Frei­flä­chen, und Stell­plät­ze sind knapp. Die Stadt­ver­wal­tung will nun mit neu­en Plä­nen Über­bau­un­gen ver­hin­dern.

„Wir wol­len ins­be­son­de­re die Kar­rees bes­ser vor Ver­sie­ge­lung schüt­zen, ge­nau­so wie die Grün­flä­chen“, er­klärt Ni­co­las Ha­mann, Ab­tei­lungs­lei­ter beim Stadt­pla­nungs­amt. Er hat die Be­bau­ungs­plä­ne Kaß­berg-Ost und -West ent­wi­ckelt. Vie­le Denk­mä­ler wei­sen grün­der­zeit­ty­pi­sche Merk­ma­le auf: grü­ner In­nen­hof, Block­rand­struk­tur und Vor­gär­ten.

In den ver­gan­ge­nen Jah­ren war die

Stadt we­ni­ger streng: Mo­der­ne Vil­len spros­sen Rich­tung Reichs­stra­ße aus dem Bo­den, Kar­ree-In­nen­hö­fe wur­den we­gen der Park­platz­not mit Stell­plät­zen ver­se­hen oder an­der­wei­tig be­baut. Doch wo­hin mit den vie­len Au­tos? „Wir ha­ben Tief­ga­ra­gen Vor­rang ein­ge­räumt. Je nach Hang­la­ge sind auch Zwei­ge­schos­ser vor­stell­bar“, so Ha­mann.

Vie­le Be­woh­ner for­dern Park­häu­ser oder grö­ße­re Stell­flä­chen am Ran­de des Kaß­bergs, wie man sie von Su­per­märk­ten kennt. „Ir­gend­wann muss man sein E-Au­to in die Steck­do­se ste­cken. Das geht auf öf­fent­li­chen Stra­ßen schlecht“, so Rai­ner Am­me (52). Kon­kre­te Lö­sun­gen gibt es hier­zu von­sei­ten der Stadt (noch) nicht.

Der Be­bau­ungs­plan „Kaß­berg Ost“schreibt genau vor, in­wie­weit das be­lieb­te Grün­der­zeit­vier­tel in Zu­kunft be­baut wer­den darf.

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