Swat: „Das war schon fast das Op­ti­mum!"

Chemnitzer Morgenpost - - HANDBALL - Tho­mas Nah­ren­dorf

AUE - Die letz­te gro­ße Fei­er der Sai­son steigt am Bal­ler­mann. Gleich am Sonn­tag oh­ne gro­ßen Schlaf nach der Ab­schieds­sau­se beim 28:27 ge­gen Lüb­be­cke ging es in den Flie­ger Rich­tung Mal­le. „Wir las­sen es mal rich­tig kra­chen, das ha­ben wir uns al­le ver­dient“, lach­te EHV-Trai­ner Ste­phan Swat. Der 41-Jäh­ri­ge ist mit. Zu­vor stellte er sich den letz­ten MO­PO-Fra­gen zur Spiel­zeit. Ste­phan, Hol­ly­wood hat ge­gen Lüb­be­cke Re­gie ge­führt. Bes­ser hät­te es für Eric Mein­hardt und Aue nicht en­den kön­nen oder? Swat: „In der Tat. Das kann sich kei­ner aus­den­ken. Beim 27:27 noch ei­nen Sie­ben­me­ter mit dem Ab­pfiff. Eric woll­te gar nicht schie­ßen. Aber wenn 1700 Leu­te in der Hal­le auf­ste­hen und sei­nen Na­men ru­fen, muss­te er ein­fach. Das war per­fekt. In die­ser Par­tie ha­be ich auch die­sen Wil­len der Mann­schaft noch ein­mal ge­se­hen. Wir la­gen 0:5 zu­rück, aber je­der woll­te. Das hat uns im­mer aus­ge­zeich­net.“

Sie sind mit 37 Punk­ten Elf­ter ge­wor­den. Zu­frie­den da­mit?

Swat: „Zu­frie­den? Mehr als das. Das kann sich für un­se­re Be­din­gun­gen ab­so­lut se­hen las­sen. Ich mei­ne, wir ha­ben nicht das Geld wie an­de­re, müs­sen es über den Mann­schafts­geist re­geln und das ha­ben wir ab­so­lut ge­tan. Das war schon fast das Op­ti­mum.“

Sie ha­ben neun Mann­schaf­ten hin­ter sich ge­las­sen, de­nen es fast al­len fi­nan­zi­ell bes­ser geht. Wie stolz sind Sie?

Swat: „Sehr, sehr, sehr. Das ist auch das, was ich mei­ne. Wir müs­sen bes­ser im Trai­ner­team ar­bei­ten, bes­ser mit der Mann­schaft, müs­sen die Spie­ler in­ten­si­ver for­men, sie zu­sam­men­schwei­ßen. Das ist uns ge­lun­gen. Wir sind ge­mein­sam durch schwe­re Zei­ten und ha­ben es zei­tig ge­schafft, die Klas­se zu hal­ten. In­di­vi­du­ell wa­ren vie­le st1r­ker, mann­schaft­lich nicht.“

Nach der Mal­le-Par­ty ist Ur­laub an­ge­sagt. Wann geht es wie­der los?

Swat: „Am 15. Ju­li stei­gen wir ins Trai­ning ein. Mit dem Wald­park Grün­hei­de und War­ne­mün

de ste­hen zwei Trai­nings­la­ger auf dem Pro­gramm und vie­le schweiß­trei­ben­de Ein­hei­ten. Wir müs­sen gleich zu Be­ginn der Sai­son top­fit sein.“

Vier Ab­gän­gen ste­hen mit Ga­b­ri­el de San­tis und Adri­an Kamm­lodt, die bei­de aus Dres­den kom­men, so­wie Ju­li­us Schröder von den Füch­sen Berlin drei Neue ge­gen­über. Wird es wei­te­re Ver­stär­kun­gen ge­ben? Swat: „Erst ein­mal nicht, weil das auch gar nicht so oh­ne Wei­te­res geht. Wir ha­ben Petr Slach­ta in der Sai­son ver­pflich­tet, das war wich­tig. Ke­vin Lux wird nach sei­nem Kreuz­band­riss im Sep­tem­ber am 15. Ju­li wie­der ein­stei­gen. Das ist ja fast ein Neu­er. Sebastian Pa­ra­chiv wird noch ein biss­chen brau­chen, wird uns aber auch ver­stär­ken.“

Ste­phan Swat ballt kämp­fe­risch die Faust. Der EHV-Trai­ner kann me­ga­stolz dar­auf sein, dass sei­ne Mann­schaft mit 37 Punk­ten Elf­ter ge­wor­den ist.

Emo­tio­na­ler Hö­he­punkt zum Sai­son­ab­schluss: Ste­phan Swat be­dankt sich bei Eric Mein­hardt, der sei­ne lan­ge und er­folg­rei­che Kar­rie­re be­en­det hat.

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