Chemnitzer Morgenpost

Rathaus überrascht Anwohner mit Baustelle

Plötzlich standen überall Schilder ...

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Auf diese Überraschu­ng hätten Anwohner im Ortsteil Reichenbra­nd gerne verzichtet: Über Nacht standen in der Albrecht-Thaer-Straße plötzlich Halteverbo­tsschilder, gültig ab heute. Anwohner Christian Rehnert (38) schimpft: „Kein Nachbar war vorab informiert. Parkplätze sind Mangelware - die Stadt sollte vorher Bescheid sagen.“

Auch Juliane Dillner (33) ist stinkig: „Eine kurze Nachricht, was bis wann passiert und ob nachts Parken möglich ist, würde reichen. Es ist nicht schön, mit zwei kleinen Kindern und den Händen voll mit Einkäufen quer durchs Wohngebiet zu laufen.“

Auf MOPO-Anfrage konnte die Stadt den Grund der Baustelle gestern nicht nennen.

„Wir nehmen die Kritik natürlich zum Anlass, um den Vorgang zu prüfen“, erklärte eine Sprecherin.

Künftig sollten Anwohner einer geplanten Baustelle vorher informiert werden, sagt CDU-Stadtrat Andreas Marschner (40). Ähnlich sieht das Nico Köhler (45, AfD): „Bürgerbete­iligung sollte im Chemnitzer Rathaus großgeschr­ieben werden.“

Frank Müller-Rosentritt (39) wohnt nahe der Albrecht-Thaer-Straße und weiß: „Die Parksituat­ion ist bescheiden. Mit Baustelle ist der Ofen aus. Das Beispiel zeigt, wie überfällig eine digitale Bürger-App ist, die wir im Stadtrat gefordert haben. Damit könnte die Stadt fast alle Anwohner erreichen.“

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Diese Schilder stehen seit Freitag in der Albrecht-Thaer-Straße - ohne weitere Begründung. Darüber ärgert sich Anwohnerin Juliane Dillner (33).
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